Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Atmosphere @ the Scala

Am vergangenen Mittwoch sah ich mir mit 2 Arbeitskollegen den US-amerikanischen MC Atmosphere aus Minneapolis an. Meine Jungs in Düsseldorf vergöttern ihn schon seit einigen Jahren und hatten mich anfänglich auch erst mit ihm bekannt gemacht sozusagen. Seit 2 Jahren höre ich auch regelmäßig die Atmosphere-Platten. Letztes Jahr erschien das neue Album „When Life Gives You Lemons You Paint That Shit Gold„, das er neben vielen älteren Sachen natürlich an diesem Abend im Londoner Scala in Kings Cross präsentierte. Das besondere bei Atmosphere ist, dass er ein super Storyteller ist, dessen Lyrics realistisch und authentisch sind. Er steht offen zu seinem bürgerlichen Background aus dem mittleren Westen der USA, wo es niemanden in seiner Crew gab der eine Waffe besasß etc. Seine Themen beschäftigten sich eher mit den Altagsproblemen eines jeden, mit Beziehungsproblemen und seiner Familie.

Begleitet wurde Atmosphere von einer fabelhaften Background-Sängerin, DJ, Guitarist und Keyboarder. Abgesehen von den Drums wurden alle (vor allem viele Gittarenlastigen) Beats live gespielt. Die Venue war wie man sich vorstellen konnte voll mit Amis. Atmosphere ist in Europa nach wie vor recht unbekannt, doch es lohnt sich definitiv ihn zu entdecken, da er und seine Musik Qualitäts-Hip Hop darstellen, den es heutzutage nur noch selten zu finden gibt…

Atmosphere permorfet den Song „Puppets“ vom aktuellen Album When Life Gives You Lemons You Paint That Shit Gold“.


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Neues Album von Fat Freddy’s Drop

Juhu! Endlich ist es soweit. Nach nun mehr 4 Jahren hat meine Lieblingsband Fat Freddy’s Drop gestern ihr 2. Studio-Album veröffentlicht. Der Titel lautet „Dr. Boondigga & the Big BW„. Im Vorfeld war nur „The Big BW“ als Arbeitstitel bekannt geworden aber schon einige der Songs der neuen Platte sind seit Monaten auf den Bühnen dieser Welt zu hören. Die 2 Vorab-Singles „The Camel“ und „Pull the Catch“, ebenso wie „The Raft“, mein favorite Track der neuen Platte, konnte man auf der Big BW-Release-Tour, die letztes Jahr im Herbst startete, bereits als Opener zur Show hören. Auch die Tracks „Breakthrough“ oder „the Nod“ wurden bereits live präsentiert. Zum Song „The Nod“ wurde auf Fat Freddy’s Drops Youtube-Channel auch bereits ein cooles Live-Video veröffentlicht. Generell lohnt es sich für alle Fat Freddy-Fans deren Youtube-Channel im Auge zu behalten, dort gibts regelmässig exklusives Bildmaterial zu bewundern.

Fat Freddys Drop - Dr Boondigga and The Big BW cover

Mein Tip: Das neue Fat Freddy’s Drop Album – Dr. Boondigga & the Big BW

Die Neuseeländische Band aus Wellington um DJ Fitchie und Sänger Joe Dookie knüpfen mit ihrem 2. Album natlos an den genial relaxten Tech-Dub-Sound von „Based on a True Story“ an. Man wagt diesesmal allerdings seine Fühler etwas weiter in andere musikalische Genre zu strecken, wie zum Beispiel Soul, Funk, Blues (vgl. The Camel mit Alice Russel) sowie mehr elektronische Sounds. Mein Arbeitskollege Howard ist Neuseeländer und kommt zufälligerweise auch aus Wellington. Er besuchte sogar die gleiche Schule wie DJ Fitchie 😀 Übrigens: wer sich fragt was der Titel des neuen Albums bedeutet, dem sei gesagt „BW“ steht für Brainwash, der durch den fiktiven Charakter des Dr Boondigga verursacht wird. Es geht darum, dass sich die Band weiterhin nicht durch lukrative Angebote von Major-Plattenlabels verführen lassen will und nach wie alle Platten auf ihrem eigenen Independent label „The Drop“ veröffentlichen.

Letztes Jahr hab ich mir 2 Gigs von Fat Freddy in London angeschaut, bin mir noch nicht sicher ob ich es zur Performance beim  Love Box Festival im Victoria Park diesen Sommer schaffe, aber spätestens im Herbst/Winter wird es wieder Zeit, dass ich die Musik von Fat Freddys Drop live genießen werde!

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Joseph Anthony and the spasm band

Mareile ind ich sahen sie zum ersten mal als Vorgruppe von Fat Freddy’s Drop im Roundhouse letzten Dezember. Wir waren begeistert vom 70’s/80’s Old School Funk, den Anthony Joseph aus Trinidad und seine Spasm Band darboten. gestern Abend waren sie live in der Mau Mau Bar im Rahmen der Jazz RE:Freshed Reihe zu sehen. Sie performten Songs aus ihrem Album Bird Head Son.

Anthony Joseph and the Spasm Band live, Bild: Mathieu Istil, 2009

Anthony Joseph and the Spasm Band live, Bild: Mathieu Istil, 2009

Joseph Anthony and the Spasm Band – River of Masks (live)

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Alice Russel live @ the Jazz Café in Camden

Ablenkung ist derzeit gut und wichtig. Am Montag Abend waren es 4 meiner Arbeitskollegen und eine Funk-Band aus Brighton, die mir diese boten…Wir sahen uns in Camden im Jazz Café Alice Russel und ihre Band an, die ihr aktuelles Album „Pot of Gold“ präsentierte. Soul und Funk vom Allerfeinsten! Ich kannte Alice Russel bis Anfang des Jahres noch gar nicht, ein paar meiner Kollegen schon. Aufmerksam wurde ich auf Alice Russel durch den Track „Take your Time, change your Mind“, den ich auf einer Compilation namens „Citylounge“ habe. Den Beat des Songs hatte ich vor ein paar Wochen gesampelt und ihn als Teppich für mehrer Video-Tutorials verwendet, die ich auf der Arbeit für einen Blog produziert hatte. Sorry wegen der schlechten Tonqualität aber wir standen neben der Box…

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Q-Tip live @ the Roundhouse in Camden

Ok, here comes a story: vor 10 Jahren stand ich auf unserem Schulhof in Deutschland und unterhielt mich mit meinen Freunden in den Pausen über Musik, damals in erster Linie über Hip Hop, unserem bevorzugten Genre. A Tribe called Quest hatten sich wohl gerade offiziell aufgelöst und ihr Frontmann Q-Tip sein erstes Soloalbum releast: „Amplified“. Eine Platte die mich/uns ziemlich begeisterte, da Beats, Flows und Rhymes auf der einen Seite sehr zeitgemäss, auf der anderen Seite äusserst zukunftsweisend waren. Neben den alten A Tribe Called Quest-Platten, war es vor allem Q-Tips Solo-Debut, das mich Ende der 90er neben vielen anderen Platten flashte.

Kaum zu glauben, dass es 10 Jahre dauterte, bis ich Q-Tip einmal live on stage sehen würde. Ich hatte schon gar nicht mehr daran geglaubt, obwohl, etwas Hoffnung kam auf, als ich von der Re-Union-Tour vom Tribe, letztes Jahr in den USA hörte. Anfang Januar kam mein Arbeitskollege Gerren auf mich zu und teilte mir mit, dass Q-Tip im März diesen Jahres in London, in Camden, im Roundhouse, einer vertrauten Location, auftreten und sein neues Soloalbum „The Renaissance“ promoten würde, das ich bereits seit November letzten Jahres, auch auf der Arbeit , hörte. Wir zögerten keine 10 Minuten, kauften Tickets online, sendeten Emails an die anderen auf der Arbeit und schließlich gingen wir am letzten Samstag mit 10 Mann zum Q-Tip Gig nach Camden. Ein Traum ging in Erfüllung. Zwar hatte ich B.I.G und 2Pac nicht mehr live miterleben können, aber neben Q-Tip und A Tribe called Quest, sah ich bisher bereits so ziemlich alle Hip Hop Grössen live.

Mit Worten lässt weiterhin nicht viel beschreiben, die Show war der Wahnsinn, Q-Tip spielte mit Live-Band und DJ sowohl die brandneuen, als auch klassischen A Tribe called Quest-Sachen. So z.B. Bonita Applebum, Suck a Nigga, Award Tour und viele mehr. Die Party war einfach super. Zwischendurch erzählte Q-Tip einige Stories, seine Sicht der Dinge aufs heuteige Hip Hop Business, was sich verändert hat und seine Beziehung zum Produzenten J-D(illa), dessen Tot ihn dazu motivierte, das neue Album, „The Renaissance“ zu schreiben. Es war übrigens Q-Tips erster Live-Auftritt in London seit 10 Jahren! Hier einige Impressionen:


„The Renaissance“ und „Find a way“

Saxofon-Solo

p.s: mehr Videos auf meinem Facebook-Profil

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U2 – Secret Gig in der Londoner Regent Street

„Dublin callin!“ Yea! Am Freitag Nachmittag überraschte die irische Band U2 die Stadt, als sie im Rahmen ihres London-Aufenthaltes einen Secret Gig in der Regent Street spielte. Hoch oben über der Straße, vom Dach des BBC-Gebäudes begeisterten sie die Menge und promoteten neben ihren Song-Klassikern, das brandneue Album „No Line on the Horizon“. Am gleichen Abend war die Band um Sänger Bono noch beim britischen Late Night Talker Jonathan Ross auf der Couch zu Gast. U2 werden einfach nie langweilig und bleiben wohl immer gut!

Hier ist U2’s neue Single „Get on your boots“, live vom Dach aus der Regent Street, in London


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R.E.M. live @ Twickenham Stadium, 30.08.2008

…meiner alter Freund Dominik Leßmeister vom ZDF hatte sich bereits ein halbes Jahr zuvor für dieses Wochenende angekündigt. Am Samstag nach der Party stand für uns das Konzert von R.E.M., einer unserer Lieblingsbands, auf dem Programm. Das Twickenham-Stadion, außerhalb von Richmond, im Londoner Südwesten, war bereits ausverkauft und mit Spannung erwartete ich u.a. auch die beiden tollen Support-Bands, the Guillemots und the Editors (von denen ich auch 2 Alben besitze). Das Ganze versprach somit ein toller Abend mit guter Live-Musik zu werden.

Dominik Leßmeister im Twickenham Stadium

Re-wind: halt! Das Problem war, dass ich immer noch verkatert vom Vorabend in South Kensington im Bett lag und erst mal neue Kräfte sammeln musste. Karen hatte in Windeseile die ganze Hütte schon alleine aufgeräumt(!) bevor wir anderen alle wach wurden. Alter Schwede, welch eine Leistung! Man versammelte sich dann etwas morgenmuffelig aber im Sonnenschein im Garten, rauchte eine Guten-Morgen-Zigarette oder gönnte sich ein kleines Frühstück. Lessi ruf mich also an, denn ich riet ihm mich besser in South Kensington abzuholen, da ich die Nacht kaum bei uns in Shoreditch verbringen würde. Und so kam er dann schnurstracks aus Heathrow nach Central London und meldete sich auf meinem Handy. Ich sprang noch eben unter die Dusche, etwas frisch machen, dann Björn verabschieden, der seinen Flug zurück nach Deutschland kriegen musste (ja, er war wirklich nur für die Party gekommen, wahnsinn!) und dann gings auch schon los. Ich traf Lessi an der South Kensington Station und wir machten uns auf den Weg in unser Flat.

Ca. 2 Stunden später waren wir auch schon vor dem Twickenham-Stadion und bereit für den Gig. Dominik schaffte es leider nicht rechtzeitig zur Party am Vorabend rüberzumommen, da er schon lange im Vorfeld buchte und die Umbuchung einfach zu teuer gewesen sei. Als ich ihm allerdings mitteilte, dass mindestens 12 Schwedinnen unter den Partygästen waren, ärgerte er sich etwas über die vertane Chance der Umbuchung 😀 Ich musste auch gleich mit dem nächsten kalten Bier mit ihm anstossten, immerhin war es für ihn ja ein Urlaubswochenende hier, da gilt es zu genießen! Ich versuchte meinen Restalkohol im Blut durch einen Foot-Long-Hotdog etwas zu vertuschen…die Sonne brannte auch an diesem Tag noch heiß, die Wetterbedingungen für das Openair-Konzert schienen perfekt.

Nach den beiden Vorbands, die Lessi wenig überzeugen konnten, (wir machten eher Späße über grob fahrlässig übergewichtige Englische Frauen in zu engen Klamotten), ging es auch endlich los mit R.E.M. Michael Stipes und seine Kollegen sorgten für einen schnellen und rockigen Auftakt, ließen es ordentlich krachen, mit Sachen vom neuen Album, von der „Monster“ und quer durch die 90er. Die Lichtshow, bestehend aus atemberaubenden Live-Visuals, war grandios! Der Live-Cam, die Stipes und Kollegen auf der Bühne aus allen Winkeln einfing, wurden bei jeden Song andere Linsen digital „aufgesetzt“, die die Band auf dem Bildschirm einmal wie hinter einem TV-Screen, einmal gefilmt durch ein iPhone erscheinen lies. Sehr kreativ! Nach einigen Songs machten R.E.M. ihren politischen Standpunkt klar. Michael Stipes: „It’s time that the Bush administration gets the fuck out of the office (…) I think it’s clear that we hate our goverment“ und „This first decade will end in a very positive way for our country and for the whole world“. Während dieser kleinen Ansprache wurde, das für den Wahlkampf der US-Demokraten, charismatische „Hope-Poster“ eingeblendet und es gab stürmenden Applaus für die Worte Stipes. Barack Obama leuchtete von den Screens ins Stadioninnere. Die Band betonte ihre Regierungskritik danach mit dem passenden Song „Ignoreland“ vom 1991er Album „Automatic for the People“.

R.E.M. spielten insgesamt volle 3 Stunden hervorragende Live-Musik und bereiteten uns einen tollen Abend. Nachdem viele Stücke vom aktuellen Album „Accelerate“ gespielt wurden, kamen in der Zugabe natürlich die Klassiker wie „Losing my Religion“ oder „Man on the Moon“. Leider schaffte es mein Handy aus der weiten Entfernung im Stadion diesmal nicht, gute Bilder einzufangen, daher hier ein ausgeliehenes Video eines anderen Youtube-Users, das den Song „Electrolite“ zeigt. Michael Stipes fordert die Massen auf, ihre leuchtenden Mobiltelefone in Richtung Bühne hochzuhalten, um das Ganze abfilmen zu können und es auf den großen Screens zu zeigen. Es sehe dann ein bisschen aus wie Los Angeles von den Hollywood Hills betrachtet… 😉




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