Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Martha Cooper – 25 Jahre Subway Art
Martha Cooper  - NY times

Martha Cooper in der New York Times; Foto: Kirsten Luce

Letzten Donnerstag Abend begegnete ich rein zufällig einer der größten Legenden des amerikanischen Fotojournalismus: Martha Cooper!! ich saß mit Rob im Biergarten des Cargo-Clubs in Shoreditch als wir bemerkten, dass da wohl im Nebenraum etwas weiter hinten eine Veranstaltung sein musste. Für einen Donnerstag war es ungewöhnlich voll hier + das Publikum sah verdächtig nach Backpackern und Sprayern aus…hmm 😀 Flashback in die 90’s!! Als wir uns dann kurz erkundigten stellten wir fest, dass es sich bei dem Event um einen Book-Launch handelte, der niemand geringeres als Martha Cooper als Ehrengast sah. Die Frau ist mittlerweile in ihren 50ern, war aber die erste, die die Hip Hop-Kultur, vor allem Graffiti, anfang der 80er Jahre in New York visuell mit ihren Fotos dokumentierte. Sie gehört sozusagen als fester Bestandteil zur Szene dazu. Ich hielt sogar einst in der Uni in Düsseldorf über Ihre Arbeit einen Vortrag zum Thema Graffiti, im Seminar „Urbane Kulturen“, bei Susanne Stemmler.

DAS Buch zum Thema Graffiti heißt Subway Art und ist eben von Martha Cooper. Es feiert jetzt 25-jähriges Jubiläum, und zu diesem Anlaß wurde eine Sonderedition veröffentlicht, die am Donnerstag Abend Premiere feierte. Kein geringerer Ort als der Londoner East, Shoreditch, wo wir leben, wurde hierfür ausgewählt. Hier findet man noch eine aktive Street-Art-Kultur, die mittlerweile auch schon auf einige Jahre Geschichte zurückblicken kann. Über zeitgenösische Graffiti-Street Art von Banksy & Co. hatte ich ja bereits des öfteren berichtet. Der Event war so cool, dass er nicht nur keinen Eintritt kostetet, es gab auch noch Bier umsonst! Jedenfalls war es ein super Gefühl Martha Cooper einmal live zu erleben und zu sehen, dass sie auch 25 Jahre später noch von der Jugend gefeiert wird. Als sie das Cargo verlies, gab es lauten spontanen Applaus in der Menge.

Martha Cooper - 25 Jahre Subway Art

Martha Cooper - 25 Jahre Subway Art

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Atmosphere @ the Scala

Am vergangenen Mittwoch sah ich mir mit 2 Arbeitskollegen den US-amerikanischen MC Atmosphere aus Minneapolis an. Meine Jungs in Düsseldorf vergöttern ihn schon seit einigen Jahren und hatten mich anfänglich auch erst mit ihm bekannt gemacht sozusagen. Seit 2 Jahren höre ich auch regelmäßig die Atmosphere-Platten. Letztes Jahr erschien das neue Album „When Life Gives You Lemons You Paint That Shit Gold„, das er neben vielen älteren Sachen natürlich an diesem Abend im Londoner Scala in Kings Cross präsentierte. Das besondere bei Atmosphere ist, dass er ein super Storyteller ist, dessen Lyrics realistisch und authentisch sind. Er steht offen zu seinem bürgerlichen Background aus dem mittleren Westen der USA, wo es niemanden in seiner Crew gab der eine Waffe besasß etc. Seine Themen beschäftigten sich eher mit den Altagsproblemen eines jeden, mit Beziehungsproblemen und seiner Familie.

Begleitet wurde Atmosphere von einer fabelhaften Background-Sängerin, DJ, Guitarist und Keyboarder. Abgesehen von den Drums wurden alle (vor allem viele Gittarenlastigen) Beats live gespielt. Die Venue war wie man sich vorstellen konnte voll mit Amis. Atmosphere ist in Europa nach wie vor recht unbekannt, doch es lohnt sich definitiv ihn zu entdecken, da er und seine Musik Qualitäts-Hip Hop darstellen, den es heutzutage nur noch selten zu finden gibt…

Atmosphere permorfet den Song „Puppets“ vom aktuellen Album When Life Gives You Lemons You Paint That Shit Gold“.


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Biz Markie live @ the Jazz Café
Biz MArkie, live @ the Jazz Cafe

Biz Markie, live @ the Jazz Café

Gerstern Abend stand mal wieder Livemusik auf dem Programm. Schon wieder Hip Hop. Norman aus Düsseldorf ist gerade mal wieder im Lande und hat sich gewünscht, dass wir uns im Jazz Cafe in Camden die Hip Hop Legende Biz Markie ansehen. Nach einem gemütlichen Trink mit Nina haben wir uns dann von gutem beatboxing und Old School Rap den Donnerstag Abend etwas versüssen lassen. Man sah Biz schon an, dass er mittlerweile immer älter und dicker wird und nicht mehr ganz soviel Ausdauer besitzt. Ohne seinen DJ, der ihm, was die Organisation der Show anging, unter die Arme griff, hätte er das ganze wohl nicht mehr so auf die Reihe gekriegt wie noch vor 20 Jahren :D. Biz präsentierte all seinen Klassiker, wie z.B. „Just a friend“. Die Show war alles in allem gut. Biz Markie ist eben einfach Kult. Ein kleines Detail: auf dem Laptop neben den turntables klebte ein grosses Bild, das Biz Markie neben Barack Obama zeigte. Nobody beats the Biz!

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Q-Tip live @ the Roundhouse in Camden

Ok, here comes a story: vor 10 Jahren stand ich auf unserem Schulhof in Deutschland und unterhielt mich mit meinen Freunden in den Pausen über Musik, damals in erster Linie über Hip Hop, unserem bevorzugten Genre. A Tribe called Quest hatten sich wohl gerade offiziell aufgelöst und ihr Frontmann Q-Tip sein erstes Soloalbum releast: „Amplified“. Eine Platte die mich/uns ziemlich begeisterte, da Beats, Flows und Rhymes auf der einen Seite sehr zeitgemäss, auf der anderen Seite äusserst zukunftsweisend waren. Neben den alten A Tribe Called Quest-Platten, war es vor allem Q-Tips Solo-Debut, das mich Ende der 90er neben vielen anderen Platten flashte.

Kaum zu glauben, dass es 10 Jahre dauterte, bis ich Q-Tip einmal live on stage sehen würde. Ich hatte schon gar nicht mehr daran geglaubt, obwohl, etwas Hoffnung kam auf, als ich von der Re-Union-Tour vom Tribe, letztes Jahr in den USA hörte. Anfang Januar kam mein Arbeitskollege Gerren auf mich zu und teilte mir mit, dass Q-Tip im März diesen Jahres in London, in Camden, im Roundhouse, einer vertrauten Location, auftreten und sein neues Soloalbum „The Renaissance“ promoten würde, das ich bereits seit November letzten Jahres, auch auf der Arbeit , hörte. Wir zögerten keine 10 Minuten, kauften Tickets online, sendeten Emails an die anderen auf der Arbeit und schließlich gingen wir am letzten Samstag mit 10 Mann zum Q-Tip Gig nach Camden. Ein Traum ging in Erfüllung. Zwar hatte ich B.I.G und 2Pac nicht mehr live miterleben können, aber neben Q-Tip und A Tribe called Quest, sah ich bisher bereits so ziemlich alle Hip Hop Grössen live.

Mit Worten lässt weiterhin nicht viel beschreiben, die Show war der Wahnsinn, Q-Tip spielte mit Live-Band und DJ sowohl die brandneuen, als auch klassischen A Tribe called Quest-Sachen. So z.B. Bonita Applebum, Suck a Nigga, Award Tour und viele mehr. Die Party war einfach super. Zwischendurch erzählte Q-Tip einige Stories, seine Sicht der Dinge aufs heuteige Hip Hop Business, was sich verändert hat und seine Beziehung zum Produzenten J-D(illa), dessen Tot ihn dazu motivierte, das neue Album, „The Renaissance“ zu schreiben. Es war übrigens Q-Tips erster Live-Auftritt in London seit 10 Jahren! Hier einige Impressionen:


„The Renaissance“ und „Find a way“

Saxofon-Solo

p.s: mehr Videos auf meinem Facebook-Profil

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