Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Sur Panam

Am Wochenende besuchte ichmeine ehemalige Mitbewohnerin in Paris. Es war gut mal wieder ein paar Tage aus London raus zu kommen, um räumliche wie kulturelle Abwechslung zu genießen. Bevor ich mich auf den Weg machte, kaufte ich ihr noch 2 Krispy Kreme Donuts, das einzige was mir spontan einfiel, was es in Paris nicht zu naschen gibt. Tasche gepackt, mit dem Bus nach Kings Cross/St. Pancras International Station, rein in den Eurostar und los gings. Direkt viel mir ein sehr clichéehaftes Publikum im Zug auf: eine Gruppe von rucksackreisenden Amis, die wohl Europa „erkunden“, nach dem Motto London-Paris-Berlin in 5 Tagen…der Franzose neben mir liest Marcel Proust, vor mir sitzen 6 Japanerinnen mit 6 unterschiedlichen Sandwiches. Jede muss natürlich bei der anderen mal am Sandwich probieren, was heißt jedes Sandwhich wird die ganze Fahrt über 6 mal herumgereicht, also 36 mögliche Sandwichkombinationen.

Als es nach dem Tunnel wieder hell wurde, mir waren kurz die Augen zugefallen, war ich mir kurz nicht sicher ob ich mich bereits auf dem europäischen Festland befinde oder noch auf der Insel. Spätestens als ich einen alten 2 CV neben dem Zug, parallel, auf der Landstraße sah, wusste ich bescheid. Nach 2 Stunden kam ich dann auch am Gare du Nord an, in Panam, und sie holte mich am Bahnhof ab. Sie lebt derzeit in der französischen Hauptstadt wegen eines Praktikums, noch bis Ende des Jahres. Ich verbrachte also ein entspanntes Wochenende in ihrem netten kleinen Appartment, im 7. Arrondissement (Invalide), nähe Eifelturm, wo sich um uns herum hauptsächlich die ganzen Behörden und Ministerien befanden. Die meiste Zeit verbrachten wir in kleinen gemütlichen Straßencafés, Bistros in der Sonne sitzend oder auf der Pont des artes, und bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte, besorgte mir sie noch ein schönes französisches Brot für die WG in London.

All the way to Paris…Eurostar London-Paris



Deutschland-Schweden: 2:1
Juni 27, 2008, 9:00 am
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Gerade komme ich nach 3 Tagen Jobtraining aus Brighton zurück, rechtzeitig zum Halbfinale unserer Mannschaft. Um 7 kam ich zu Hause an, schnell umziehen, etwas frisch machen und dann um halb 8 aus dem Haus. Naim, unser Landlord, war zum Glück gerade hier, um ein Bett für unsere neue Mitbewohnerin aufzubauen, und er war dann auch so freunlich Robert und mich mit dem Auto ein Stück nach Shoreditch, zur Bar wo wir uns das Spiel angeschaut haben, mitzunehmen. Wir kamen gerade rechtzeitig zur Nationalhymne an, allerdings war unsere Stammbar schon total überfülllt und der hauseigene Securitytyp verkündete mtihilfe eines Megafons: „Guys, we are full!“ Dann mussten wir eben ausnahmsweise in dem weniger beliebeten Laden nebenan schauen gehen, der an diesem Abend genau so brechend voll war: recht gemischtes Publikum, etwa 1/3 Türken und 2/3 Deutsche. Man trifft hier das ganze Jahr keine, aber wenn Deutschland spielt, stehen sie plötzlich alle neben dir and der Bar.

Unsere Freunde, mit denen wir uns trafen, schafften es auch nicht wesentlich früher zum besagten Ort und so schauten wir dann wenigsten das Spiel alle zusammen. Dämlich wie ich bin, hab ich gleich an der Bar dem ersten Engländer, der neben mir saß, mein halbes Bier aus dem Becher über den Rücken gekippt und es dann freundlicherweise mit meinem Deutschlandschweißband wieder von seinem Hocker gewischt…typisch Jacques…zum Glück hatte der seine Perle dabei und sah ziemlich verliebt aus, sonst hätte es bestimmt aufs Maul gegben…

Unter den Deutschlandfans war diesmal aber auch eine Schwedin namens Charlotte. Hierbei handelt es sich um unsere oben erwähnte neue Mitbewohnerin, die wir nach einem Monat anstrengendem Casting, beim zweiten Anlauf endlich gefunden haben. Sie wohnte bis dato eigentlich nur um die Ecke mit ihrem Freund zusammen aber irgendwie will sie da ausziehen, warum auch immer. Sie ist 24, arbeitet in der Modebranche, lebt seit 5 Jahren in London und ist super nett. War mit uns schon das ein oder andere Bierchen trinken, und eben auch beim Halbfinale. Jetzt gönnt sie sich gerade eine Woche Erholung zu Hause mit der Familie, den Schock, gegen Russland ausgeschieden zu sein, verdauen etc. Seitdem ist sie nun auch offizieller Deutschlandfan und wir hier im Flat 2 Deutsche und eine Schwedin, gutes Team soweit. Wir sind bereit fürs Finale und drücken Jogi und den Jungs fest die Daumen!

Charlotte aus Schweden



Spielerwechsel
Juni 4, 2008, 7:54 am
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…und die neue Mitbewohnerin heißt: ROBERT. Man, man, hier gehts derzeit ganz schön drunter und drüber. Ich komme gar nicht mehr zum schreiben. Auf der Arbeit ist viel los, wir haben ständig Besuch und dauernd ziehen hier Leute ein und aus. Und dann wurde auch noch mein Handy im Fintnessstudio von zwei 12-jährigen geklaut, toll was!?

Nach einigen erfolglosen Castingversuchen von potenziellen zukünftigen Mitbewohnerinnen war ich überglücklich, dass mein alter Kumpel Robert aus Limbach (s. Foto, links) mir mitteilte, er würde gerne hier einziehen. Er studierte und lebte bisher außerhalb Londons in Uxbridge, ganz weit draußen im Westen, Richtung Heathrow liegt das. Wir sahen uns also nur wenn Rob mal zum Feiern ein Wochenende in die Stadt kam und bei uns auf dem Sofa übernachtet hat. Er kennt unsere Bude daher schon recht gut. Also habe ich mich kurzer Hand für einen Freund, den ich seit 10 Jahren kenne, entschieden, anstatt wieder jemand hier einziehen zu lassen, der vollkommen fremd ist. Was in einer Metropole wie London sehr viel wert ist: jemanden zu haben, dem man vertraut und mit dem man gut klar kommt.

So weit, so gut. Aber, unser alter MItbewohner aus Bayern, Daniel, ist letztes Wochenende nun überraschend ausgezogen! Er hatte die Möglichkeit mit 3 Frauen in ein Haus zu ziehen, gar nicht weit weg von unserem Flat. In erster Linie, weil es moderner ist, Pay-TV und Spülmaschine, bessere Dusche etc hat. Kein Vergleich zu unserer bescheidenen Bude, die natürlich aber auch viel günstiger ist. Eventuell könnte seine Entscheidung auch damit zusammen hängen, dass ihm der Testosterongehalt mit Robert und mir langfristig zu hoch geworden wäre 😀 Anyway, it’s your thing! Das heißt: wir müssen also weiterhin eine neue Mitbewohnerin suchen. Naim, unser Vermieter war zwar nicht gerade ganz amused über Daniels sehr kurzfristige Entscheidung und sagte ihm, er müsse für Nachmieter sorgen, aber ich denke Rob und ich werden da schon wen passendes finden. Man wird sehen. Ich bin also gerade sehr froh über meine neue coole Männer-WG. Alles top hier!

Robert mit Michael B. aus G. Getroffen beim Praktikum für adidas in Herzogenaurach



Mitbewohnerin gesucht
Mai 16, 2008, 7:33 am
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Unsere Zwischenmieterin hier im Flat, Jenny, geht Ende des Monats wieder zurück nach Berlin. Da unser ehemaliges flatmate sich ja zwischenzeitlich endgültig gegen London und für Paris entschieden hat, stehen wir wieder einmal mehr vor der Aufgabe, den kleinen Single Bedroom an jemand neues zu vermieten. In London ist das kein Problem, da es rund um die Uhr Menschen gibt, die eine Wohnung/ein Zimmer suchen. Gibt man hier zum Beispiel bei Gumtree eine Anzeige auf, melden sich die ersten innerhalb von 2 Stunden per Email oder SMS bei einem. Flatmates zu finden stellt also generll kein großes Problem dar, die Kunst liegt vielmehr darin, den oder die richitge zu finden!

Bekanntlich habe ich hierbei in der Vergangenheit schon das ein oder andere mal ins Klo gegriffen, daher wird die Auswahl derzeit umso präziser getroffen. Die Hauptkriterien für Daniel und mich sind diesmal: 1. wieder eine Frau: die eine zieht aus, eine andere sollte kommen. Gemischte WGs sind einfach die besten, nur Frauen oder nur Männer wird schnell langweilig…man ergänzt sich einfach besser, ähnlich wie am Arbeitsplatz etc. 2. diesmal definitiv keine Deutsche: wir reden hier derzeit einfach zu viel deutsch, vor allem natürlich zu Hause. Unsere Bekanntenkreise bestehen ja zum Glück aus Menschen ganz verschiedener Nationen, aber wir 3 hier sind eben derzeit alle deutsch und da redet man außer Bayrisch ab und an kaum wirklich eine andere Sprache…das soll sich jetzt alles ändern! 3. Nichtraucherin sollte sie sein (kein must have, wäre aber definitiv von Vorteil für alle).

Vorgestern war schon die erste da. Anastasia, Russin (23), gestern die zweite. Gladys, Französin (24). Heute komm dann ne Italienerin…Valerie (26) und morgen die erste Nativspeakerin. Lindsey, Kanadierin (23). Klingt zwar alles recht ansprechend, ich weiß!, aber diesmal bin ich mit den Auswahlkriterien knallhart! Härter als Bohlen, d.h. wer zum Recall eingeladen wird muss schon nahe an die perfekte Mitbewohnerin herankommen. Dann werden Daniel und ich zusammen darüber entscheiden, wer am Ende schhließlich einziehen darf. Man wird sehen. Das Zimmer ist jedenfalls ab Montag, den 2. Juni 2008 verfügbar.




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