Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Fegi goes London
Fegi goes London: eben noch in Bonn, jetzt schon in Kingtston

Fegi goes London: eben noch in Bonn, jetzt schon in Kingtston

Die Wege mancher Menschen kreuzen sich immer wieder, was gut ist. Mein Kumpel Fegi und ich kennen uns seit dem Kindergarten, sind im selben Ort aufgewachsen und im Laufe der Jahre immer in Kontakt geblieben. Nach dem Sommer 2007, als ich mit meinem Masterstudiengang hier in London fertig wurde, besuchte ich Fegi und die Jungs auf Bali, wo sie ein halbes Jahr lang ein Auslandssemester studierten und reiste mit ihnen kreuz und quer durch Indonesien.

Zurück in Europe, Bart wieder abrasiert, verschlug es Fegi nach Köln/Bonn, wo er bei der Deutschen Post seine Diplomarbeit im Bereich Online Marketing schrieb. Zwischendurch besuchte Fegi uns auch mal in London, z.B. zu den Brit Awards 2008. Er hat sich nun dazu entschlossen ebenfalls einen Master drauf zu setzen und wird ab September an der Kingston University, außerhalb Londons im Südwesten, mit dem Postgrade-Studium beginnen. Da er sich natürlich um eine Bude im Vorfeld kümmern musste, flog er letzten Sonntag in Stanstad ein und verbrachte die Woche auf der Couch in unserem Living Room. Seine ‚Flat Hunt‘ dauerte auch gar nicht sehr lange, denn er wurde bereits am 2. Tag fündig. Der Glückspils schaute sich ein tolles Haus in Kingston an, das einem Deutschen gehört. Dieser vermietet einen kleinen Bedroom ist aber selbst die meiste Zeit beruflich in Irand, was bedeutet, Fegi residiert in 4 Wochen in einem Haus mit nettem Garten, direkt in Kingston am Fluß, 10 Minuten zur Uni, 10 Minuten zur Station. Er zahlt allerdings nur die normale Miete für das Zimmer. Perfekt! Sein neuer Landlord ist gebürtiger Düsseldorfer, den es dann wohl nach Köln verschlagen haben muss (Sachen gibts!), und sehr nett und hilfsbereit. Zumindest auf den ersten Blick. Ich wünsche Fegi viel Glück und Erfolg bei den neuen Herausforderungen. Er wird London sicherlich ganz anders erleben als wir hier im East. Sobald er hier ist, wirds wohl gleich mal ein BBQ zur Begrüßung geben…cheers.

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Herr Lehmann
August 2, 2009, 5:27 pm
Filed under: Alltagsgeschichten, Freunde, lil bit of this, lil bit of that | Schlagwörter: , ,
Wilfried Lehmann, mein ehemaliger Englischlehrer

Wilfried Lehmann, mein ehemaliger Englischlehrer

Wilfried Lehmann unterichtete mich in den Fächern Französich und Englisch ab der fünften Klasse des Gymnasiums. 3 Jahre en français, danach als mein Klassenlehrer weitere 3 Jahre in English. Er stellt damit eine der Grundvoraussetzungen dar, die es mir ermöglicht haben im englischsprachigen Ausland zu studieren, zu arbeiten, kurz gesagt zu leben. In der Mittelstufe war er es, der uns auf Klassenfahrten nach Köln, München oder Hannover führte. Seine Frau Margrit war auch immer mit dabei. Seine Klassen- und Kursfeste in der alten Parterre-Wohnung waren beliebt und sind es bei seinen Schülern wohl heute noch. Lehmann ist der einzige meiner ehemaligen Lehrer, mit dem ich über die Jahre hinaus in Kontakt geblieben bin. Als ich mich für mein Auslandsstudium beworben hatte, half er mir sogar meine Bewerbungen auf Englisch zu redigieren.

Einmal im Jahr, meistens um Weihnachten herum, wenn ich „nach Hause“ fahre, treffe ich ihn und seine Frau auf ein Bier oder ein Essen und man tauscht sich aus. Gestern haben wir uns das erste mal hier in London getroffen, da die beiden ein paar Tage die Stadt erkundeten. Er brachte mir aus der deutschen Heimat als Andenken eine Flasche Karlsberg Urpils mit. 🙂 Ich ließ es mir daher nicht nehmen mich einmal für die ganzen Jahre zu revancieren und spielte nun selbst den Stadtführer und zeigte Wilfried und Margrit ein paar Perlen Londons, inklusive Lunch in Islington. Ich habe in ihm über die Jahre nicht nur einen erstklassigen Lehrer, der mein Leben entscheidend mitprägte, sondern auch einen Freund gefunden.

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Gerhard Richter Portraits – National Portrait Gallery

Plakat zur Ausstellung Gerhard Richter Portraits in der National Portrait Gallery in London (Bild: Ella, 2007, Öl auf Leinwand)

Plakat zur Ausstellung Gerhard Richter Portraits in der National Portrait Gallery in London (Bild: Ella, 2007, Öl auf Leinwand)

Mit Norman bei Gerhard Richter – Das Wochenende war lang. Es ging praktisch schon am Donnerstag Abend mit dem Biz Markie Gig in Camden los. Da Norman, mein ehemaliger Kommilitone und guter Kumpel aus Düsseldorf anwesend war, waren wir viel auf Tour. Norman verbrachte den Freitag mit Kai aus dem Office, den er letzten Sommer auf meiner Geburtstagsparty kennenlernte. Ich connectete beide damals, da Norman rappt und Kai Beats produziert. Nachdem Norm aus Luton zurückkam stand erst ein Jazz-Konzert in der Guildhall Music School an, Nähe Moorgate. Dann trafen wir noch Rob und verbrachten den Rest des Abends in der Proud Gallery in Camden. Samstags gings in den Notting Hill Arts Club und gestern zum Abschluß dann noch lecker Thai essen nach Stokey, samt Nina und Meike im Gepäck.

Eines meiner Highlights stellte an diesem Wochenende allerdings die Ausstellung von Gerhard Richter dar, die seit 26. Februar (noch bis Ende Mai) in der National Portrait Gallery zu sehen ist. Ich hatte mir schon vorgenommen, direkt am ersten Wochenende vorbeizuschauen, es kam aber immer etwas dazwischen. Gerhard Richter zählt seit der Oberstufe zu meinen Lieblingsmalern, während des Studiums in Düsseldorf hatte ich mich dann erstmals vertieft mit seinem Werk auseinandergesetzt und wurde zu einem Fan, wenn man das so sagen kann. Nicht zuletzt inspiriert von den Arbeiten von Beuys und der Düsseldorfer Kunstakademie. Das letzte mal, als ich Originale von Gerhard Richter live zu Gesicht bekam, war 2007 in Hamburg, bei der Ausstellung „Seestücke“. Letztes Jahr hatte ich mir zwar auch vorgenommen nach Baden-Baden zur grossen Richter-Ausstellung zu reisen, es aber auch nicht geschafft. Daher war die Vorfreude diesmal umso größer. Thema dieses mal: Gerhard Richter PortraitsDie National Portrait Gallery am Trafalgar Square also die perfekte Räumlichkeit dafür.

mein eigenes Portrait: Norman im Notting Hill Arts Club; aufgenommen mit dem iPhone

mein eigenes Portrait: Norman im Notting Hill Arts Club; aufgenommen mit dem iPhone

In 5 Räumen im Erdgeschoss des Hauses werden 48 Originale Richters, allesamt Portraits eben, chronologisch wie auch thematisch geordnet, gezeigt. Kleines Highlight der Ausstellung ist das Bild „Ella“ (2007), das Richters jüngste Tochter zeigt und bei dieser Ausstellung Premiere feiert. Gerhard Richter Liebhabern wie auch allen anderen Freunden moderner Malerei kann ich die Ausstellung nur wärmstens ans Herz legen. Sie macht jede Menge Spaß und zeigt sehr schön, wie sich Richters Handschrift und Stil in 4 Jahrzehnten weiterentwickelt und perfektioniert hat. Immer wieder fasziniert bin ich von der Fähigkeit Richters fotorealistisch mit Öl auf Leinwand malen zu können. Auch wenn er meistens die Realität bewußt verschwommen und verzerrt darstellt, sprich verfremdet. Gerhard Richter – schon zu Lebzeiten ein Meister seiner Klasse.

Mehr zu Gerhard Richter Ausstellung in Duisburg hier.

fdd..

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Biz Markie live @ the Jazz Café
Biz MArkie, live @ the Jazz Cafe

Biz Markie, live @ the Jazz Café

Gerstern Abend stand mal wieder Livemusik auf dem Programm. Schon wieder Hip Hop. Norman aus Düsseldorf ist gerade mal wieder im Lande und hat sich gewünscht, dass wir uns im Jazz Cafe in Camden die Hip Hop Legende Biz Markie ansehen. Nach einem gemütlichen Trink mit Nina haben wir uns dann von gutem beatboxing und Old School Rap den Donnerstag Abend etwas versüssen lassen. Man sah Biz schon an, dass er mittlerweile immer älter und dicker wird und nicht mehr ganz soviel Ausdauer besitzt. Ohne seinen DJ, der ihm, was die Organisation der Show anging, unter die Arme griff, hätte er das ganze wohl nicht mehr so auf die Reihe gekriegt wie noch vor 20 Jahren :D. Biz präsentierte all seinen Klassiker, wie z.B. „Just a friend“. Die Show war alles in allem gut. Biz Markie ist eben einfach Kult. Ein kleines Detail: auf dem Laptop neben den turntables klebte ein grosses Bild, das Biz Markie neben Barack Obama zeigte. Nobody beats the Biz!

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Banksy – Übermalt !

The writing’s on the wall

Banksy – kein anderer Name hat Street Art in London, Europa und der ganzen Welt in den letzten Jahre mehr geprägt, als der, des Sprayers aus Bristol. Banksys Street Art, die in ganz London zu sehen ist, und den öffentlichen Raum bewusst, als Medium für Sozial- und Kulturkritik nutzt, wurde in Windeseile auch über die Grenzen der Englischen Hauptstadt hinaus bekannt. Sein legendäres Video, wie er sich in die Tate Modern hineinschleicht und es doch tatsächlich fertig bringt, ein eigens Bild aufzuhängen, ohne davon von Securities des Museems bemerkt zu werden, wurde auf Youtube zum Kultvideo (vgl. BBC). Mittlerweile gibt es Banksy und seine Kunst in allen Formen, als Buch, Postkarten, Poster, DVD’s etc. Die liebe Kulturindustrie kassiert kräftig mit seinem Namen ab und er selbst wohl erst recht. Aber immer da wo wer anders erfolgreich ist, versucht die halbe Welt ein Stück vom Kuchen ab zu haben. Schländert man über den Camden Market kommt man nicht daran vorbei von allen Seiten auf Drucke, Kopien, Fälschungen von Banksys Werk zu stoßen…

Banksy - Essex Road, London; Foto: Norman

In unserer Nachbarschaft gibt es auch einen echten „Banksy„, den ich sehr mag. In der Essex Road, 3 Blocks weiter. Ich entdeckte ihn eines Tages, Anfang diesen Jahres als ich vorbei flanierte. Das Bild zeigt 3 kleine Kinder, die nach oben schauen, die Hand auf der Brust, und einen Fahnenschwur leisten. Oben an der imaginären Fahnenstange, deren Mast ein Strommast an einem Haus darstellt, ist allerdings eine Tesco-Tüte, als Fahne gehisst, zu sehen. Banksy nutzt bewusst immer die Beschaffen- und Stofflichkeit des öffentlichen Raumes aus, und baut diese, als Verfremdung, mit in seine Werke ein (vgl. Bild). Auch in diesem Bild eine wohl klare Kritik an der Konsumgesellschaft, die natürlich vor allem hier in London besonders ausgeprägt ist. Eines Tages war ich geschockt. Ich lief wieder die Essex Road entlang, schon mit einer gewissen Vorfreude auf den Banksy on the Wall…da war plötzlich, über Nacht, die Tesco-Fahne übermalt worden! What the fuck!? Wer schändet hier bewusst Kunst im öffentlichen Raum??? Etwa ein paar missgestimmte Tesco-Angestellte? Nicht wahr. Ich war auch etwas sauer. Es war immerhin auch irgendwo mein Banksy! Unser Banksy, in unserer Nachbarschaft. Den kann man nicht einfach verunglimpfen! Ein paar Tage später wurden Schutzmaßnahmen ergriffen und der untere Rest des Bildes mit Plexiglas konserviert, damit nicht mehr verunstaltet werden konnte. Wahrscheinlich sogar vom Künstler selbt, aber da bin ich mir nicht sicher. Und dann, Ende gut alles gut, übermalte der Londoner Graffiti Writer selbst kürzlich, cool wie er ist, die Übermalung einmal mehr…und nun glänzt und strahlt die Tesco-Tüten-Fahne so sauber und leuchtend wie nie zuvor und ich bin wieder glücklich… 🙂

Street Art wird derzeit groß geschrieben in London, so bietet die Tate Modern eine Ausstellung zum Thema „Street and Studio“ an. Daneben gibt es auch eine wirkliche Street Art-Ausstellung, iniziert von Banksy selbst, nähe der Westminster Bridge in „The Tunnel“. Links unten in der Sidebar des Blogs gibts einige Vorschaubilder (und noch mehr in meinem Flickr Account), die alle von Norman gemacht wurden, als er hier war. Viel Spaß damit! And keep the writing on the wall!

(mehr Stories zu Banksy auf Spiegel.de, BBC)



R.E.M. live @ Twickenham Stadium, 30.08.2008

…meiner alter Freund Dominik Leßmeister vom ZDF hatte sich bereits ein halbes Jahr zuvor für dieses Wochenende angekündigt. Am Samstag nach der Party stand für uns das Konzert von R.E.M., einer unserer Lieblingsbands, auf dem Programm. Das Twickenham-Stadion, außerhalb von Richmond, im Londoner Südwesten, war bereits ausverkauft und mit Spannung erwartete ich u.a. auch die beiden tollen Support-Bands, the Guillemots und the Editors (von denen ich auch 2 Alben besitze). Das Ganze versprach somit ein toller Abend mit guter Live-Musik zu werden.

Dominik Leßmeister im Twickenham Stadium

Re-wind: halt! Das Problem war, dass ich immer noch verkatert vom Vorabend in South Kensington im Bett lag und erst mal neue Kräfte sammeln musste. Karen hatte in Windeseile die ganze Hütte schon alleine aufgeräumt(!) bevor wir anderen alle wach wurden. Alter Schwede, welch eine Leistung! Man versammelte sich dann etwas morgenmuffelig aber im Sonnenschein im Garten, rauchte eine Guten-Morgen-Zigarette oder gönnte sich ein kleines Frühstück. Lessi ruf mich also an, denn ich riet ihm mich besser in South Kensington abzuholen, da ich die Nacht kaum bei uns in Shoreditch verbringen würde. Und so kam er dann schnurstracks aus Heathrow nach Central London und meldete sich auf meinem Handy. Ich sprang noch eben unter die Dusche, etwas frisch machen, dann Björn verabschieden, der seinen Flug zurück nach Deutschland kriegen musste (ja, er war wirklich nur für die Party gekommen, wahnsinn!) und dann gings auch schon los. Ich traf Lessi an der South Kensington Station und wir machten uns auf den Weg in unser Flat.

Ca. 2 Stunden später waren wir auch schon vor dem Twickenham-Stadion und bereit für den Gig. Dominik schaffte es leider nicht rechtzeitig zur Party am Vorabend rüberzumommen, da er schon lange im Vorfeld buchte und die Umbuchung einfach zu teuer gewesen sei. Als ich ihm allerdings mitteilte, dass mindestens 12 Schwedinnen unter den Partygästen waren, ärgerte er sich etwas über die vertane Chance der Umbuchung 😀 Ich musste auch gleich mit dem nächsten kalten Bier mit ihm anstossten, immerhin war es für ihn ja ein Urlaubswochenende hier, da gilt es zu genießen! Ich versuchte meinen Restalkohol im Blut durch einen Foot-Long-Hotdog etwas zu vertuschen…die Sonne brannte auch an diesem Tag noch heiß, die Wetterbedingungen für das Openair-Konzert schienen perfekt.

Nach den beiden Vorbands, die Lessi wenig überzeugen konnten, (wir machten eher Späße über grob fahrlässig übergewichtige Englische Frauen in zu engen Klamotten), ging es auch endlich los mit R.E.M. Michael Stipes und seine Kollegen sorgten für einen schnellen und rockigen Auftakt, ließen es ordentlich krachen, mit Sachen vom neuen Album, von der „Monster“ und quer durch die 90er. Die Lichtshow, bestehend aus atemberaubenden Live-Visuals, war grandios! Der Live-Cam, die Stipes und Kollegen auf der Bühne aus allen Winkeln einfing, wurden bei jeden Song andere Linsen digital „aufgesetzt“, die die Band auf dem Bildschirm einmal wie hinter einem TV-Screen, einmal gefilmt durch ein iPhone erscheinen lies. Sehr kreativ! Nach einigen Songs machten R.E.M. ihren politischen Standpunkt klar. Michael Stipes: „It’s time that the Bush administration gets the fuck out of the office (…) I think it’s clear that we hate our goverment“ und „This first decade will end in a very positive way for our country and for the whole world“. Während dieser kleinen Ansprache wurde, das für den Wahlkampf der US-Demokraten, charismatische „Hope-Poster“ eingeblendet und es gab stürmenden Applaus für die Worte Stipes. Barack Obama leuchtete von den Screens ins Stadioninnere. Die Band betonte ihre Regierungskritik danach mit dem passenden Song „Ignoreland“ vom 1991er Album „Automatic for the People“.

R.E.M. spielten insgesamt volle 3 Stunden hervorragende Live-Musik und bereiteten uns einen tollen Abend. Nachdem viele Stücke vom aktuellen Album „Accelerate“ gespielt wurden, kamen in der Zugabe natürlich die Klassiker wie „Losing my Religion“ oder „Man on the Moon“. Leider schaffte es mein Handy aus der weiten Entfernung im Stadion diesmal nicht, gute Bilder einzufangen, daher hier ein ausgeliehenes Video eines anderen Youtube-Users, das den Song „Electrolite“ zeigt. Michael Stipes fordert die Massen auf, ihre leuchtenden Mobiltelefone in Richtung Bühne hochzuhalten, um das Ganze abfilmen zu können und es auf den großen Screens zu zeigen. Es sehe dann ein bisschen aus wie Los Angeles von den Hollywood Hills betrachtet… 😉



Karen and Jay’s Birthday Bash 2008

Tja, am vergangenen Dienstag wurde ich mal wieder ein Jahr besser und reifer. Danke Euch allen für die vielen Glückwünsche auf den vielen verschiedenen Kommunikationswegen! Meinen Arbeitskollegen hatte ich morgens an der Victoria Station schnell zwei Dutzent Krispy Kreme Doughnuts geholt (mmhmhmh!), worüber die meisten sehr happy waren. Neben der obligatorischen Geburtstagskarte, die jeder unterschreibt, wurden mir sogar noch ein paar kleine Präsente zuteil, wie zB eine Box Celebrations mit Süssigkeiten sowie gleich 2 Gutscheine, einen für HMV und einen für Ticketmaster. Man sind die so nett! Danke auch den Kollegen an dieser Stelle!

Da mein B-Day ein gewöhnlicher Arbeitstag war, ging ich abends ganz gemütlich mit meinen Mitbewohnern und unserem Kumpel Hamid ins Jaguar Shoes auf der Shoreditch High St, einen trinken. Was war aber mit einer Geburtstagsparty??? Tja, die veranstalteten wir aus besagten Gründen am Wochenende zuvor schon! Unsere Freundin Karen, die hier au pair ist und nächste Woche bereits, nach einem Jahr, London wieder verlassen wird, bot mir an, ob wir denn unseren gemeinsamen Geburtstag nicht in der tollen Bude ihrer Gasteltern austragen sollten! Denn, Karen hat zufälligerweise auch noch am selben Tag wie ich Geburtsag! Der ganze Plan kam bereits einen Monat vorher auf, und so kreierten wir fix eine Facebook-Gruppe und luden alles ein was wir mögen etc. Ein anderes wichtiges Argument, warum wir die Feier vor und nicht etwa am Wochenende nach unserem Tag geben wollten, war, dass Karens Gastfamilie ausnahmsweise die letzen beiden Augustwochen im Urlaub in Miami verbrachte und wir somit sturmfrei in South Kensington hatten 🙂 Perfekte Voraussetzungen also für eine fette Hasuparty. Und so lud ich im Vorfeld auch ein paar meiner engsten Freunde aus Deutschland ein und am Ende kam neben Norman auch Björn, der auch bisher noch nie hier war. Tobi schaffte es diesmal leider nicht, da er an dem Tag ein Vorstellungsgespräch hatte, was allerdings überflüssig gewesen sei, wie er mir diese Woche mitteile, und er sich deswegen etwas ärgere…naja alles in allem wurde es dann auch ein sehr lustiger Abend. Typisch London, internationale Partygäste aus Frankreich, Finnland, Schweden, Südafrika, England, Deutschland und Spanien…Karen und ich sorgten, neben einem vollen Kühlschrank mit Alkohol, sogar für Leckereien. Ich machte viele kleine leckere Partyfrikadellen und Karen Brownies zum Nachtisch, eine unschlagbare Kombination, die bei den Gästen verdammt gut ankam. Das recht große Haus, indem das Ganze stattfand, bot den meisten auch genügend Schlafmöglichkeiten, um in Ruhe seinen Kater am nächsten morgen ausschlafen zu können. Das Wetter spielte auch mit und wir erlebten wohl einer der letzten milden Sommerabende bei dieser Fete. Am nächsten Morgen wurde ich sogar von Sonnenschein, der durch die Klappläden lachte, geweckt…doch meine Ruhe sollte bald gestört werden, denn mein Mobiltelefon erhielt einen Anruf von Dominik Leßmeister vom ZDF….




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