Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Hitler-Selbstportrait in der Metro
März 26, 2009, 11:47 am
Filed under: Alltagsgeschichten, die spinnen die Engländer!, lil bit of this, lil bit of that | Schlagwörter: , ,

..mal wieder. haha. Ich glaube in den letzten 3 Jahren seit ich hier lebe ist keine Woche vergangen, in der der Name „Hitler“ nicht in einer Tageszeitung hier auftauchte. Diesmal hat man ein Selbstportrait des Meisters ausgegraben, das jetzt auch noch für viel Geld an den meist Bietenden versteigert werden soll…Man erkennt nicht so recht was er genau auf dem Portrait macht, ob er angelt oder Enten füttert…aber seht selbst. (Ich hatte in diesem Fall Schwierigkeiten den Post unter der Kategorie „Kunst“ abzulegen…sorry.)

Hitler-Selbstportrait; Quelle: Metro

Hitler-Selbstportrait; Quelle: Metro

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Banksy übermalt ! – Teil 2

Neuer Banksy am Gillett Square übermalt!

Oh nein. Nicht schon wieder. Die Anti-Banksy Untergrundbewegung macht auch nicht vor dem neusten Werk des Street Art Meisters halt. Der neue Banksy, den ich vor gut 2 Wochen in Dalston Kingsland entdeckt hatte, wurde geschändet. Von wem? Wahrscheinlich von den selben Leuten wie immer, anderen Sprayern der Londoner underground-Szene, die auf Banksy auf der einen Seite den kommerziellen Ausverkauf ihrer Street Art vorwerfen (vielleicht zurecht!?), auf der anderen Seite allerdings nur neidisch sind auf seinen Status und seine Anerkennung weiter über die Graffiti-Szene hinaus. Wenn ihr mich fragt: eine Schande. Oder wie es Norman auf den Punkt brachte: „nicht mal einen fetten Letter gerockt oder so“…gar kein Style…der Spruch bringt die Anti-Banksy-Haltung vieler Sprayer zum Ausdruck, oder sind es nur die Pseudo-Sprayer, die gar keine Ahung von der wahren Kunst haben? So unterstüzen doch viele UK Sprayer den Graffiti Writer aus Bristol. Neben dem Character steht: „Say No to Art Fags (=Schwuchteln)“ sowie „R.I.P Ozone, Fuck Banksy„. Ozone war ein Graffiti-Sprayer der Londoner Underground-Szene, der auf tragische Weise beim Malen von einem Zug überfahren wurde und dem verständlicherweise in der Londoner Szene nachgetrauert wird. Wie wird der Graffiti-War in London weitergehen? Ich halte euch auf dem laufenden…dass es des öfteren schon passiert ist, dass Banksys Werk verunglimpft wurde, hatte ich bereits am Beispiel von unserem „local Banksy“ in der Essex Road aufgezeigt. Ob der Meister auch diesmal einen Gegenschlag einleiten wird und sein Graffiti erneuern wird? Man wird sehen.

Neuer Banksy am Gillet Square übermalt!

Neuer Banksy am Gillett Square übermalt!

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Gerhard Richter Portraits – National Portrait Gallery

Plakat zur Ausstellung Gerhard Richter Portraits in der National Portrait Gallery in London (Bild: Ella, 2007, Öl auf Leinwand)

Plakat zur Ausstellung Gerhard Richter Portraits in der National Portrait Gallery in London (Bild: Ella, 2007, Öl auf Leinwand)

Mit Norman bei Gerhard Richter – Das Wochenende war lang. Es ging praktisch schon am Donnerstag Abend mit dem Biz Markie Gig in Camden los. Da Norman, mein ehemaliger Kommilitone und guter Kumpel aus Düsseldorf anwesend war, waren wir viel auf Tour. Norman verbrachte den Freitag mit Kai aus dem Office, den er letzten Sommer auf meiner Geburtstagsparty kennenlernte. Ich connectete beide damals, da Norman rappt und Kai Beats produziert. Nachdem Norm aus Luton zurückkam stand erst ein Jazz-Konzert in der Guildhall Music School an, Nähe Moorgate. Dann trafen wir noch Rob und verbrachten den Rest des Abends in der Proud Gallery in Camden. Samstags gings in den Notting Hill Arts Club und gestern zum Abschluß dann noch lecker Thai essen nach Stokey, samt Nina und Meike im Gepäck.

Eines meiner Highlights stellte an diesem Wochenende allerdings die Ausstellung von Gerhard Richter dar, die seit 26. Februar (noch bis Ende Mai) in der National Portrait Gallery zu sehen ist. Ich hatte mir schon vorgenommen, direkt am ersten Wochenende vorbeizuschauen, es kam aber immer etwas dazwischen. Gerhard Richter zählt seit der Oberstufe zu meinen Lieblingsmalern, während des Studiums in Düsseldorf hatte ich mich dann erstmals vertieft mit seinem Werk auseinandergesetzt und wurde zu einem Fan, wenn man das so sagen kann. Nicht zuletzt inspiriert von den Arbeiten von Beuys und der Düsseldorfer Kunstakademie. Das letzte mal, als ich Originale von Gerhard Richter live zu Gesicht bekam, war 2007 in Hamburg, bei der Ausstellung „Seestücke“. Letztes Jahr hatte ich mir zwar auch vorgenommen nach Baden-Baden zur grossen Richter-Ausstellung zu reisen, es aber auch nicht geschafft. Daher war die Vorfreude diesmal umso größer. Thema dieses mal: Gerhard Richter PortraitsDie National Portrait Gallery am Trafalgar Square also die perfekte Räumlichkeit dafür.

mein eigenes Portrait: Norman im Notting Hill Arts Club; aufgenommen mit dem iPhone

mein eigenes Portrait: Norman im Notting Hill Arts Club; aufgenommen mit dem iPhone

In 5 Räumen im Erdgeschoss des Hauses werden 48 Originale Richters, allesamt Portraits eben, chronologisch wie auch thematisch geordnet, gezeigt. Kleines Highlight der Ausstellung ist das Bild „Ella“ (2007), das Richters jüngste Tochter zeigt und bei dieser Ausstellung Premiere feiert. Gerhard Richter Liebhabern wie auch allen anderen Freunden moderner Malerei kann ich die Ausstellung nur wärmstens ans Herz legen. Sie macht jede Menge Spaß und zeigt sehr schön, wie sich Richters Handschrift und Stil in 4 Jahrzehnten weiterentwickelt und perfektioniert hat. Immer wieder fasziniert bin ich von der Fähigkeit Richters fotorealistisch mit Öl auf Leinwand malen zu können. Auch wenn er meistens die Realität bewußt verschwommen und verzerrt darstellt, sprich verfremdet. Gerhard Richter – schon zu Lebzeiten ein Meister seiner Klasse.

Mehr zu Gerhard Richter Ausstellung in Duisburg hier.

fdd..

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Biz Markie live @ the Jazz Café
Biz MArkie, live @ the Jazz Cafe

Biz Markie, live @ the Jazz Café

Gerstern Abend stand mal wieder Livemusik auf dem Programm. Schon wieder Hip Hop. Norman aus Düsseldorf ist gerade mal wieder im Lande und hat sich gewünscht, dass wir uns im Jazz Cafe in Camden die Hip Hop Legende Biz Markie ansehen. Nach einem gemütlichen Trink mit Nina haben wir uns dann von gutem beatboxing und Old School Rap den Donnerstag Abend etwas versüssen lassen. Man sah Biz schon an, dass er mittlerweile immer älter und dicker wird und nicht mehr ganz soviel Ausdauer besitzt. Ohne seinen DJ, der ihm, was die Organisation der Show anging, unter die Arme griff, hätte er das ganze wohl nicht mehr so auf die Reihe gekriegt wie noch vor 20 Jahren :D. Biz präsentierte all seinen Klassiker, wie z.B. „Just a friend“. Die Show war alles in allem gut. Biz Markie ist eben einfach Kult. Ein kleines Detail: auf dem Laptop neben den turntables klebte ein grosses Bild, das Biz Markie neben Barack Obama zeigte. Nobody beats the Biz!

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Q-Tip live @ the Roundhouse in Camden

Ok, here comes a story: vor 10 Jahren stand ich auf unserem Schulhof in Deutschland und unterhielt mich mit meinen Freunden in den Pausen über Musik, damals in erster Linie über Hip Hop, unserem bevorzugten Genre. A Tribe called Quest hatten sich wohl gerade offiziell aufgelöst und ihr Frontmann Q-Tip sein erstes Soloalbum releast: „Amplified“. Eine Platte die mich/uns ziemlich begeisterte, da Beats, Flows und Rhymes auf der einen Seite sehr zeitgemäss, auf der anderen Seite äusserst zukunftsweisend waren. Neben den alten A Tribe Called Quest-Platten, war es vor allem Q-Tips Solo-Debut, das mich Ende der 90er neben vielen anderen Platten flashte.

Kaum zu glauben, dass es 10 Jahre dauterte, bis ich Q-Tip einmal live on stage sehen würde. Ich hatte schon gar nicht mehr daran geglaubt, obwohl, etwas Hoffnung kam auf, als ich von der Re-Union-Tour vom Tribe, letztes Jahr in den USA hörte. Anfang Januar kam mein Arbeitskollege Gerren auf mich zu und teilte mir mit, dass Q-Tip im März diesen Jahres in London, in Camden, im Roundhouse, einer vertrauten Location, auftreten und sein neues Soloalbum „The Renaissance“ promoten würde, das ich bereits seit November letzten Jahres, auch auf der Arbeit , hörte. Wir zögerten keine 10 Minuten, kauften Tickets online, sendeten Emails an die anderen auf der Arbeit und schließlich gingen wir am letzten Samstag mit 10 Mann zum Q-Tip Gig nach Camden. Ein Traum ging in Erfüllung. Zwar hatte ich B.I.G und 2Pac nicht mehr live miterleben können, aber neben Q-Tip und A Tribe called Quest, sah ich bisher bereits so ziemlich alle Hip Hop Grössen live.

Mit Worten lässt weiterhin nicht viel beschreiben, die Show war der Wahnsinn, Q-Tip spielte mit Live-Band und DJ sowohl die brandneuen, als auch klassischen A Tribe called Quest-Sachen. So z.B. Bonita Applebum, Suck a Nigga, Award Tour und viele mehr. Die Party war einfach super. Zwischendurch erzählte Q-Tip einige Stories, seine Sicht der Dinge aufs heuteige Hip Hop Business, was sich verändert hat und seine Beziehung zum Produzenten J-D(illa), dessen Tot ihn dazu motivierte, das neue Album, „The Renaissance“ zu schreiben. Es war übrigens Q-Tips erster Live-Auftritt in London seit 10 Jahren! Hier einige Impressionen:


„The Renaissance“ und „Find a way“

Saxofon-Solo

p.s: mehr Videos auf meinem Facebook-Profil

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Neuer Banksy am Gillett Square in Dalston

Brandneuer Banksy entdeckt –  Seit knapp 10 Tagen gibt es in Hackney, in unserer Nähe, in Dalston, am Gillett Square, ein neues Werk des Graffiti-Artist zu bestaunen. Direkt gegenüber der Jazz Bar an der Mauer, brachte Banksy Farbe auf Wand und Boden an. Einen Jungen, der im Hip Hop Gangster-Style mit Goldkette gekleidet ist, mit Boombox unterm Arm und Teddybär in der anderen Hand (scheint ebenfalls vergoldet zu sein). Zu seinen Füßen eine weisse Fläche, könnte eine Art Matte oder Pappe darstellen, zum breakdancen…bin mir aber nicht sicher.

Banksy - Gilette Square, Dalston, Hackney

Banksy - Boombox - Gillett Square, Dalston, Hackney

Wie fast in allen seinen Werken, integriert Banksy auch diesmal gekonnt die Beschaffenheit der urbanen Umgebung in seine Street Art. In diesem Falle ist es der Lüftungsschacht an einer heruntergekommen Mauer, der zum Lautsprecher des Ghettoblasters mutiert. Sorry für das Touri-Bild, aber ich konnte es mir diesmal nicht verkneifen, mich mit dem neuesten Banksy ablichten zu lassen.

Street Art am Gilette Square in Dalston, Hackney - Banksys neues Werk; Jacques Frisch, Foto: Meike

Street Art am Gillett Square in Dalston, Hackney - Banksys neues Werk; Foto: Meike

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U2 – Secret Gig in der Londoner Regent Street

„Dublin callin!“ Yea! Am Freitag Nachmittag überraschte die irische Band U2 die Stadt, als sie im Rahmen ihres London-Aufenthaltes einen Secret Gig in der Regent Street spielte. Hoch oben über der Straße, vom Dach des BBC-Gebäudes begeisterten sie die Menge und promoteten neben ihren Song-Klassikern, das brandneue Album „No Line on the Horizon“. Am gleichen Abend war die Band um Sänger Bono noch beim britischen Late Night Talker Jonathan Ross auf der Couch zu Gast. U2 werden einfach nie langweilig und bleiben wohl immer gut!

Hier ist U2’s neue Single „Get on your boots“, live vom Dach aus der Regent Street, in London


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