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Cécile Verny Quartett – Tonhalle, Düsseldorf
Cécile Verny Quartett-Tonhalle Düsseldorf

Cécile Verny Quartett-Tonhalle Düsseldorf

Gestern Abend sah ich mir das Cécile Verny Quartett live, in der Düsseldorfer Tonhalle, im Helmut-Hentrich-Saal an. Es war ein schöner Abend mit Freunden aber bis dahin war der Tag noch voller Hindernisse…

Es ging morgens schon schlecht los. Ich kam nicht so richtig in die Gänge, verlies zu spät das Haus und was passierte folglich??? Ich verpasste in Heathrow meinen BA-Flug! Um genau zu sein, verpasste ich ihn gar nicht, aber die Säcke ließen mich um 20 vor nicht mehr den Security-Check passieren, da er um 5 nach halb schon geschlossen wurde. Der Flug selbst ging aber erst um viertel nach! Ich war sowas von angepisst und versuchte in meiner Verzweiflung spontan einen Ryan-Air-Flug zu buchen. Es gab aber nur noch einen abends um 21 Uhr. Zu spät: denn zu diesem Zeitpunkt sollte Cécile Verny und ihr Quartett bereits auf der Bühne stehen. Ich musste also in den saueren Apfel beissen und den nächsten British Airways-Flug 2 1/2 Stunden später zu einem satten Aufpreis buchen. So ein Mist. Meine Laune war zu diesem Zeitpunkt am Tiefpunkt angelangt. Ich konnte mich dann am Flughafen mit Fish und Chips und einem Pint wieder etwas ins seelische Gleichgewicht bringen, und auch das Telefonat mit Nina, der es auch schon so erging, hat mich wieder aufgebaut.

Als ich dann gegen 19 Uhr endlich am Düsseldorfer HBF von Norman abgeholt wurde, ging es endlich wieder aufwärts. Wir trafen uns um halb 9 mit Kathi an der Tonhalle und verbrachten einen wundervollen Abend mit erstklassigem Jazz. Ich war vom Cécile Verny und Quartett mehr als begeistert. Ich besaß bereits die letzten beiden Platten, „The Bitter and the Sweet“, sowie die neue Platte zur aktuellen Tour „Amoureuse“, und freute mich schon seit 2006 die Band zum ersten mal live genießen zu können. Selbst mein Holländischer Kollege auf der Arbeit in London, kannte das Cécile Verny Quartett und wir unterhielten uns die Tage noch über sie. Norman und Kathi waren ebenfalls begeistert von der musikalischen Klasse der Jazz-Musiker, die der Tonhalle in Düsseldorf, ohne zu übertreiben, weltklasse Jazz boten. Einziger Kritikpunkt war die lausige Soundtechnik, die recht amateurhaft wirkte und gestern Abend Cécile Verny und ihrer Band, nicht gerecht wurde. Auch das Publikum im Helmut-Hentrich-Saal war nicht gerade das jüngste…Ich glaube wir drückten den Altersdurchschnitt mit unserer Anwesenheit auf gefühlte 42 Jahre herunter…Alles in allem kann ich das Cécile Verny Quartett nur wärmstens allen Freunden von guter Livemusik empfehlem, nicht nur Jazz-Liebhabern. Jeder einzelne der Band spielt grossartig, Cécile Verny singt unglaublich! Zwischen den Songs (die meisten waren vom aktuellen Album) erzählte die Frontfrau immer wieder Anekdoten, die sie zum Schreiben und ihre Jungs zum Komponieren inspiriert haben. Ihre afrikanischen Roots spielen bei der Musik eine wichtige Rolle. Ich muss mich an dieser Stelle auch nochmal bei meinem Kumpel Chris Heikampf aus Düsseldorf bedanken, der mir die Band vor gut 2 Jahren vorstelle, nachdem er sie selbst in der Düsseldorfer Jazz-Schmiede live geniessen konnte und begeistert war.

Die Band spielte an diesem Abend den ersten Gig der Spielzeit, in der Reihe „Sundowner“, die jedes Jahr einmal im Monat stattfindet. Zum Eintrittsticket erhält der Besucher einen Sundowner-Cocktail gratis dazu. Besonders schön im Sommer, da man dann aus dem Helmut-Hentrich-Saal hinaus, den Sonnenuntergang und die Schiffe auf dem Rhein beobachten kann.

Danach ging es noch auf eine kleine Kneipentour in die Düsseldorfer Altstadt und heut Abend flieg ich zurück nach London.


Amourseuse – die Single zum aktuellen Programm

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Ice skating at Somerset House
Ice Skating @ Somerset House, London

Ice Skating @ Somerset House, London

Letzten Dienstag war es wieder soweit. Der regelmäßige quarterely company event day stand auf dem Programm, was bedeutet: Punkt 3 Uhr werden die Rechner ausgeschaltet, es geht nach oben in die Küche zur Präsentation mit Chef und Bier. Danach dann Activities. Diesmal hat sich unsere HR-Abteilung für Ice Skating entschieden.

Im Londoner Somerset House präsentiert Tiffany & Co. seit Dezember (noch bis nächste Woche) einen tollen Ice Skating-Ring in mitten des Innenhofes. Ich hatte anfänglich einige Startschwierigkeiten, nach 6 Jahren Pause vom Schlittschuhlaufen, aber nach und nach klappte es immer besser. Das alte Dilemma besteht ja immer darin, dass man gerade wieder in den alten Ryhthmus hinein findet, wenn das Eis wieder schlecht wird…naja wir hatten eine Stunde auf dem Eis, untermalt zu romantischem Fakellicht und klassischer Musik, bevor es weiter in ein naheliegendes Pub ging, w wir dann den tag haben ausklingen lassen. Eigentlich wärs eine super Pärchen-Sache gewesen, dass mit dem Ice Skating, aber mit den Arbeitskollegen war es dann auch ganz nett. Einige waren auch wirklich gut auf dem Eis, vor allem diejenigen, die in ihrer Jugend Eishockey gespielt haben. Neben diesem Eisring gibt es London natürlich jeden Winter verschiedene Plätze an denen man zum Ice Skating losziehen kann, u.a. der sehr kleine Eisring, direkt hinter der Liverpool Street Station.

Mein Kollege Kai hat für mich noch ein kleines Video auf dem Eis gefilmt (ich war leider wegen Gleichgewichtsschwierikeiten nicht dazu in der Lage…).



Head, Shoulders, Knees N Toes

Der Song ist voll der Hit hier im Moment. Läuft überall. Ich find ihn gar nicht so toll, aber liebe das Video!



Keep Britain tidy
keep Britain tidy !

what does dropping litter make you look like? - http://www.dirtypig.org ermahnt: keep Britain tidy !

Auf das Fundstück der Woche stieß ich diesmal dirket vor unserem Haus, an meiner Bushalte. Da hing, wie auch an vielen anderen Busstops in London derzeit, ein neues Plakat einer Organisation, die sich selbst den aussagekräftigen Namen „Dirty Pig“ verliehen hat. Es geht darum, die Stadt sauber zu halten. Denn London hat neben Finanzkrisen etc. schon lange ein großes Problem: die Stadt ist verdammt dreckig! Ich hatte mich ja schon des öfteren mal darüber ausgelassen, wie schmutzig London im alltag eigentich so ist…mit dem Slogan „what does dropping litter make you look like?“ versucht die Kampagne den so gar nicht sauberkeitsbewußten Londoner Jungendlichen von Heute etwas zu erziehen. Wer weiss warum die jungen (wie auch alten) Leute in dieser Stadt immer ihren Müll in allen Bussen, Bahnen etc. liegen lassen müssen. Ich verstehe es auch nur bedingt…muss allerdings gestehen, dass eines der Ursachen das Problem mit den Mülleimern ist. Es gibt einfach nicht genug für knapp 8 Millionen Einwohnern (inoffiziell 10)! Spätestens nach dem 11. September wurden fast alle Mülltonnen von und aus den Tube Stations verbannt, um Bombengefahr zu vermindern. Da steht man dann nun oft eben mit seinem Coffee-to-Go-Becher in der Hand, das Teil ist leer und man weiss nicht wohin damit.

Keep Britain tidyIch hatte mir seit einiger Zeit schon angewöhnt, meinen Müll in meine Tasche(n) zu stecken, bis ich ihn dann auf der Straße wieder in eine normale Mülltonne entsorgen kann. Selbst dies ist manchmal aber nicht ganz einfach, weil es wie gesagt nicht überall welche gibt + noch viel schlimmer: man gewöhnt es sich hier so schnell an, den Müll, wie die meisten Leute, einfach irgendwo hinzuschmeißen, denn da liegt meistens eh schon Müll und es fällt nicht auf. Und genau deswegen, da die Stadt teilweise einer riesigen Müllhalde gleicht, versucht diese Aktion die korrekte Müllentsorgung etwas mehr ins Bewusstsein der Londoner Gesellschaft zu rücken. Ich hoffe mit Erfolg! Das mit dem Recycling klappt ja auch schon langsam, warum also auch nicht mit Müll richtig umgehen können lernen…?



Alles Gute für 2009!
Januar 11, 2009, 8:42 pm
Filed under: Alltagsgeschichten, city news, Freunde, lil bit of this, lil bit of that | Schlagwörter: , , , ,

sylvester in London, Embankment

Hey, frohes neues Jahr an alle! Ich muss gestehen, dass ich trotz einer netten Sylvesternacht einige Startschwierigkeiten hatte, daher er auch nicht früher dazu gekommen bin, einen Eintrag zu posten. Der erste Arbeitstag letzten Montag war ganz schön zäh. Ich wär nach 2 Wochen Urlaub am liebsten im Bett liegen geblieben, als der Wecker um 7 Uhr klingelte. Als ich dann aber auf der Arbeit war und merkte dass es meinen Arbeitskollegen auch nicht besser erging, war es gleich schon nicht mehr so schlimm. Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid. Scheiss klat war es auch hier die ersten Tage des Jahres, auch wenn nicht ganz so schlimm wie im Rest Europas. -4 Grad sind tagsüber aber selbst für London verhältnismäßig kalt!

Jetzt bin ich langsam aber wieder im gewohnten Rythmus und, teu teu teu, immer noch voll gesund! War jetzt seit 19. November nicht mehr krank. Genau an dem Tag verflogen alle meine Erkältungen als Nina zurück nach London kam. Obwohl jeder um mich herum seit Anfang Dezember entweder mit Magen-Darm-Problemen oder ernsthaften Grippeerkrankungen zu kämpfen hatte, bin ich immer noch top fit! Seltsam…muss die Frau sein! Oder die netten Arbeitskollegen, oder meine Mitbewohnerinnen?

Nach einer Woche Deutschlandurlaub kam ich am 30. zurück nach Hause und feierte ins neue Jahr mit meinen Freunden in Embankment, am Themseufer. Wir tranken Proseco und Glühwein und schauten uns bei klirrender Kälte das Feuerwerk an. Robs Mitbewohner Markus traf ich sogar bereits am Tag davor, denn er und seine Freundin buchten zufälligerweise den gleichen Fulg zurück nach London wie ich.

Ich muss gestehen, noch zieht mich das dunkle und kalte Wetter etwas runter, aber man hat ja immer was worauf man sich freut. Kurzfristig sind dies in den nächsten Wochen ein Konzert von Cécile Verny Quartett in Düsseldorf, für das ich ein Wochenende rüber jetten werde und dann noch die Woche davor, denn da haben wir zum Abschluß des Quartals wieder Quarterly Company Event Day, was heisst, nur halben Tag arbeiten, Bier, Geschenke und Activties 😀

Also, allen meinen Visitorn wünsche ich ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2009! Kepp in touch!

J




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