Jacques' London Blog – Uni London, Arbeiten in London, Feiern in London, Leben in London, London Stories, Urbane Kultur, London Musik, Freunde in London – Jacques in London


Bye, bye, Paris

Es gibt gute und schlechte Neuigkeiten. Zuerst die schlechte: Robert hat sich dazu entschlossen wieder auszuziehen, da sein bester Kumpel Markus jetzt am Montag in London einen Masterstudiengang angefangen hat und gerne mit ihm zusammen ziehen würde. Da bei uns kein Platz mehr in der Hütte ist, entschied er sich nun dafür mit Markus zusammen eine Wohnung zu suchen. Es lag also nicht an unserer WG. Robert hat eigentlich recht gerne mit Charlotte und mir hier zusammen gewohnt. So wie es ausschaut werden die beiden in die Caledonian Road, nähe Kings Cross, nach Camden ziehen. Leider also nicht mehr in die unmittelbare Nachbarschaft aber immerhin noch im Norden der Stadt. Nicht allzu weit weg von uns. Diese ständige Fluktuation dieses Jahr im Flat bereitet Naim, unserm Landlord, und mir bisweilen etwas Kopfzerbrechen. Müssen wir doch jetzt wieder nach einem neuen Mitbewohner suchen…

Nun die gute Nachricht: meine ehemalige Mitbewohnerin kommt zurück nach London! Sie hat sich nach einem halben Jahr Praktikum in Paris dagegen entschieden, noch länger dort zu bleiben. Ich denke in erster Linie hat ihr ihr Arbeitsplatz nicht 100%ig zugesagt, an der Stadt selbst hat es bestimmt nicht gelegen. Ausserdem vermisse sie auch London ein wenig. Sie wird ab Herbst ihren PhD an ihrer alten Uni, der LSE, beginnen. Und wie es der Zufall so will, kommt sie Ende diesen Monats, am kommenden Dienstag um genau zu sein, wieder back to town! Dann heisst es für sie „bye, bye, Paris“. Robert zieht aus und mein altes neus Flatmate zieht wieder mit mir/uns zusammen. Perfekt! 2 Fliegen mit einer Klappe auf den Hintern geschlagen. WG-Problem gelöst und sie ist happy, dass sie gleich wieder eine Wohnung hat und dann auch noch die alte in vertrauter Umgebung. Naim wird sich auch freuen, er empfand sie als sehr angenehmen Tenant (dt. = Vermieterin). Ebenso Jacklyn, unsere Nachbarin aus der Karibik: meine flatmate hatte ihr einmal einen Apfelkucken nach dem Rezept ihrer Berliner Oma gebacken, nachdem Jacklyn uns des öfteren Küchenutensilien ausgeliehen hatte.

Dies bedeutet nun, dass sich am Ende diesen Jahres der Kreis etwas schliessen wird und ich wieder mit 2 Frauen zusammen leben werde. Ich freue mich auf die neue alte WG mit ihr, auch wenn ich gestehen muss, dass es nichts besseres gibt, als mit einem guten Kumpel zusammen zu wohnen, mit dem man auf der gleichen Wellenlänge liegt. Ich werde die WG mit Rob auch vermissen…

Bye, bye, Paris – hello London!

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Hulk @ Selfridges

Hulk stellt Ed Hardy in den Schatten

Nanu? Was macht denn Hulk da? er ist ja gar nicht bei Madame Tussauds…zum Glück! Er hat sich diesen Monat in einen der Londoner Konsumtempel verirrt, zu Selfridges in die Herrenmode-Abteilung. Genau gegenüber der Unterwäsche, wo er die Ed Hardy Kitschecke lässig hinter sich in den Schatten stellt…Ich entdeckte ihn letzte Woche, bei einer kleinen Afterwork-„Window shopping“-Tour und war sehr überrascht. Der Shop, wo er steht, muss ihn wohl für eine Aktion ausgeliehen haben (vielleicht sogar bei Madame Tussauds?), denn dort sind derzeit viele überteuerte T-Shirts mit Super Hero-Motiven erhältlich, von Batman bis zu Spider Man. Allerdings noch lange kein Grund 30 Pfund für ein T-Shirt auszugeben…also die „Hulk beim Point of Sale“- Strategie zieht bei mir leider nicht, auch wenn ich es gut finde, dass wenigsten mal einer in der Abteilung etwas motivierter aussieht, die meisten ziehen nur Gesichter…da passt Hulk ja eigentlich gut dazu 😀 Der letzte Hulk-Film, mit Edward Norton in der Hauptrolle, hat mir übrigens gut gefallen, und ist daher meine Empfehlung. Ich hab ihn leider nur im Internet sehen können, weil ich ihn im Kino verpasst hatte. Er lief u.a. gerade zur Zeit in Frankreich an, als ich meine ehemalige Mitbewohnerin in Paris besucht hatte. Da kam man einfach nicht dran vorbei die ganzen Filmpostern zu streifen, die den Titel „L’incroyable Hulk“ trugen. Und da die Franzosen ja kaum „Hulk“ aussprechen können heisst er dort „Ölk“…hahaha…der Ölk, da steht er. Definitiv das Fundstück der Woche.



Banksy – Übermalt !

The writing’s on the wall

Banksy – kein anderer Name hat Street Art in London, Europa und der ganzen Welt in den letzten Jahre mehr geprägt, als der, des Sprayers aus Bristol. Banksys Street Art, die in ganz London zu sehen ist, und den öffentlichen Raum bewusst, als Medium für Sozial- und Kulturkritik nutzt, wurde in Windeseile auch über die Grenzen der Englischen Hauptstadt hinaus bekannt. Sein legendäres Video, wie er sich in die Tate Modern hineinschleicht und es doch tatsächlich fertig bringt, ein eigens Bild aufzuhängen, ohne davon von Securities des Museems bemerkt zu werden, wurde auf Youtube zum Kultvideo (vgl. BBC). Mittlerweile gibt es Banksy und seine Kunst in allen Formen, als Buch, Postkarten, Poster, DVD’s etc. Die liebe Kulturindustrie kassiert kräftig mit seinem Namen ab und er selbst wohl erst recht. Aber immer da wo wer anders erfolgreich ist, versucht die halbe Welt ein Stück vom Kuchen ab zu haben. Schländert man über den Camden Market kommt man nicht daran vorbei von allen Seiten auf Drucke, Kopien, Fälschungen von Banksys Werk zu stoßen…

Banksy - Essex Road, London; Foto: Norman

In unserer Nachbarschaft gibt es auch einen echten „Banksy„, den ich sehr mag. In der Essex Road, 3 Blocks weiter. Ich entdeckte ihn eines Tages, Anfang diesen Jahres als ich vorbei flanierte. Das Bild zeigt 3 kleine Kinder, die nach oben schauen, die Hand auf der Brust, und einen Fahnenschwur leisten. Oben an der imaginären Fahnenstange, deren Mast ein Strommast an einem Haus darstellt, ist allerdings eine Tesco-Tüte, als Fahne gehisst, zu sehen. Banksy nutzt bewusst immer die Beschaffen- und Stofflichkeit des öffentlichen Raumes aus, und baut diese, als Verfremdung, mit in seine Werke ein (vgl. Bild). Auch in diesem Bild eine wohl klare Kritik an der Konsumgesellschaft, die natürlich vor allem hier in London besonders ausgeprägt ist. Eines Tages war ich geschockt. Ich lief wieder die Essex Road entlang, schon mit einer gewissen Vorfreude auf den Banksy on the Wall…da war plötzlich, über Nacht, die Tesco-Fahne übermalt worden! What the fuck!? Wer schändet hier bewusst Kunst im öffentlichen Raum??? Etwa ein paar missgestimmte Tesco-Angestellte? Nicht wahr. Ich war auch etwas sauer. Es war immerhin auch irgendwo mein Banksy! Unser Banksy, in unserer Nachbarschaft. Den kann man nicht einfach verunglimpfen! Ein paar Tage später wurden Schutzmaßnahmen ergriffen und der untere Rest des Bildes mit Plexiglas konserviert, damit nicht mehr verunstaltet werden konnte. Wahrscheinlich sogar vom Künstler selbt, aber da bin ich mir nicht sicher. Und dann, Ende gut alles gut, übermalte der Londoner Graffiti Writer selbst kürzlich, cool wie er ist, die Übermalung einmal mehr…und nun glänzt und strahlt die Tesco-Tüten-Fahne so sauber und leuchtend wie nie zuvor und ich bin wieder glücklich… 🙂

Street Art wird derzeit groß geschrieben in London, so bietet die Tate Modern eine Ausstellung zum Thema „Street and Studio“ an. Daneben gibt es auch eine wirkliche Street Art-Ausstellung, iniziert von Banksy selbst, nähe der Westminster Bridge in „The Tunnel“. Links unten in der Sidebar des Blogs gibts einige Vorschaubilder (und noch mehr in meinem Flickr Account), die alle von Norman gemacht wurden, als er hier war. Viel Spaß damit! And keep the writing on the wall!

(mehr Stories zu Banksy auf Spiegel.de, BBC)



R.E.M. live @ Twickenham Stadium, 30.08.2008

…meiner alter Freund Dominik Leßmeister vom ZDF hatte sich bereits ein halbes Jahr zuvor für dieses Wochenende angekündigt. Am Samstag nach der Party stand für uns das Konzert von R.E.M., einer unserer Lieblingsbands, auf dem Programm. Das Twickenham-Stadion, außerhalb von Richmond, im Londoner Südwesten, war bereits ausverkauft und mit Spannung erwartete ich u.a. auch die beiden tollen Support-Bands, the Guillemots und the Editors (von denen ich auch 2 Alben besitze). Das Ganze versprach somit ein toller Abend mit guter Live-Musik zu werden.

Dominik Leßmeister im Twickenham Stadium

Re-wind: halt! Das Problem war, dass ich immer noch verkatert vom Vorabend in South Kensington im Bett lag und erst mal neue Kräfte sammeln musste. Karen hatte in Windeseile die ganze Hütte schon alleine aufgeräumt(!) bevor wir anderen alle wach wurden. Alter Schwede, welch eine Leistung! Man versammelte sich dann etwas morgenmuffelig aber im Sonnenschein im Garten, rauchte eine Guten-Morgen-Zigarette oder gönnte sich ein kleines Frühstück. Lessi ruf mich also an, denn ich riet ihm mich besser in South Kensington abzuholen, da ich die Nacht kaum bei uns in Shoreditch verbringen würde. Und so kam er dann schnurstracks aus Heathrow nach Central London und meldete sich auf meinem Handy. Ich sprang noch eben unter die Dusche, etwas frisch machen, dann Björn verabschieden, der seinen Flug zurück nach Deutschland kriegen musste (ja, er war wirklich nur für die Party gekommen, wahnsinn!) und dann gings auch schon los. Ich traf Lessi an der South Kensington Station und wir machten uns auf den Weg in unser Flat.

Ca. 2 Stunden später waren wir auch schon vor dem Twickenham-Stadion und bereit für den Gig. Dominik schaffte es leider nicht rechtzeitig zur Party am Vorabend rüberzumommen, da er schon lange im Vorfeld buchte und die Umbuchung einfach zu teuer gewesen sei. Als ich ihm allerdings mitteilte, dass mindestens 12 Schwedinnen unter den Partygästen waren, ärgerte er sich etwas über die vertane Chance der Umbuchung 😀 Ich musste auch gleich mit dem nächsten kalten Bier mit ihm anstossten, immerhin war es für ihn ja ein Urlaubswochenende hier, da gilt es zu genießen! Ich versuchte meinen Restalkohol im Blut durch einen Foot-Long-Hotdog etwas zu vertuschen…die Sonne brannte auch an diesem Tag noch heiß, die Wetterbedingungen für das Openair-Konzert schienen perfekt.

Nach den beiden Vorbands, die Lessi wenig überzeugen konnten, (wir machten eher Späße über grob fahrlässig übergewichtige Englische Frauen in zu engen Klamotten), ging es auch endlich los mit R.E.M. Michael Stipes und seine Kollegen sorgten für einen schnellen und rockigen Auftakt, ließen es ordentlich krachen, mit Sachen vom neuen Album, von der „Monster“ und quer durch die 90er. Die Lichtshow, bestehend aus atemberaubenden Live-Visuals, war grandios! Der Live-Cam, die Stipes und Kollegen auf der Bühne aus allen Winkeln einfing, wurden bei jeden Song andere Linsen digital „aufgesetzt“, die die Band auf dem Bildschirm einmal wie hinter einem TV-Screen, einmal gefilmt durch ein iPhone erscheinen lies. Sehr kreativ! Nach einigen Songs machten R.E.M. ihren politischen Standpunkt klar. Michael Stipes: „It’s time that the Bush administration gets the fuck out of the office (…) I think it’s clear that we hate our goverment“ und „This first decade will end in a very positive way for our country and for the whole world“. Während dieser kleinen Ansprache wurde, das für den Wahlkampf der US-Demokraten, charismatische „Hope-Poster“ eingeblendet und es gab stürmenden Applaus für die Worte Stipes. Barack Obama leuchtete von den Screens ins Stadioninnere. Die Band betonte ihre Regierungskritik danach mit dem passenden Song „Ignoreland“ vom 1991er Album „Automatic for the People“.

R.E.M. spielten insgesamt volle 3 Stunden hervorragende Live-Musik und bereiteten uns einen tollen Abend. Nachdem viele Stücke vom aktuellen Album „Accelerate“ gespielt wurden, kamen in der Zugabe natürlich die Klassiker wie „Losing my Religion“ oder „Man on the Moon“. Leider schaffte es mein Handy aus der weiten Entfernung im Stadion diesmal nicht, gute Bilder einzufangen, daher hier ein ausgeliehenes Video eines anderen Youtube-Users, das den Song „Electrolite“ zeigt. Michael Stipes fordert die Massen auf, ihre leuchtenden Mobiltelefone in Richtung Bühne hochzuhalten, um das Ganze abfilmen zu können und es auf den großen Screens zu zeigen. Es sehe dann ein bisschen aus wie Los Angeles von den Hollywood Hills betrachtet… 😉



Karen and Jay’s Birthday Bash 2008

Tja, am vergangenen Dienstag wurde ich mal wieder ein Jahr besser und reifer. Danke Euch allen für die vielen Glückwünsche auf den vielen verschiedenen Kommunikationswegen! Meinen Arbeitskollegen hatte ich morgens an der Victoria Station schnell zwei Dutzent Krispy Kreme Doughnuts geholt (mmhmhmh!), worüber die meisten sehr happy waren. Neben der obligatorischen Geburtstagskarte, die jeder unterschreibt, wurden mir sogar noch ein paar kleine Präsente zuteil, wie zB eine Box Celebrations mit Süssigkeiten sowie gleich 2 Gutscheine, einen für HMV und einen für Ticketmaster. Man sind die so nett! Danke auch den Kollegen an dieser Stelle!

Da mein B-Day ein gewöhnlicher Arbeitstag war, ging ich abends ganz gemütlich mit meinen Mitbewohnern und unserem Kumpel Hamid ins Jaguar Shoes auf der Shoreditch High St, einen trinken. Was war aber mit einer Geburtstagsparty??? Tja, die veranstalteten wir aus besagten Gründen am Wochenende zuvor schon! Unsere Freundin Karen, die hier au pair ist und nächste Woche bereits, nach einem Jahr, London wieder verlassen wird, bot mir an, ob wir denn unseren gemeinsamen Geburtstag nicht in der tollen Bude ihrer Gasteltern austragen sollten! Denn, Karen hat zufälligerweise auch noch am selben Tag wie ich Geburtsag! Der ganze Plan kam bereits einen Monat vorher auf, und so kreierten wir fix eine Facebook-Gruppe und luden alles ein was wir mögen etc. Ein anderes wichtiges Argument, warum wir die Feier vor und nicht etwa am Wochenende nach unserem Tag geben wollten, war, dass Karens Gastfamilie ausnahmsweise die letzen beiden Augustwochen im Urlaub in Miami verbrachte und wir somit sturmfrei in South Kensington hatten 🙂 Perfekte Voraussetzungen also für eine fette Hasuparty. Und so lud ich im Vorfeld auch ein paar meiner engsten Freunde aus Deutschland ein und am Ende kam neben Norman auch Björn, der auch bisher noch nie hier war. Tobi schaffte es diesmal leider nicht, da er an dem Tag ein Vorstellungsgespräch hatte, was allerdings überflüssig gewesen sei, wie er mir diese Woche mitteile, und er sich deswegen etwas ärgere…naja alles in allem wurde es dann auch ein sehr lustiger Abend. Typisch London, internationale Partygäste aus Frankreich, Finnland, Schweden, Südafrika, England, Deutschland und Spanien…Karen und ich sorgten, neben einem vollen Kühlschrank mit Alkohol, sogar für Leckereien. Ich machte viele kleine leckere Partyfrikadellen und Karen Brownies zum Nachtisch, eine unschlagbare Kombination, die bei den Gästen verdammt gut ankam. Das recht große Haus, indem das Ganze stattfand, bot den meisten auch genügend Schlafmöglichkeiten, um in Ruhe seinen Kater am nächsten morgen ausschlafen zu können. Das Wetter spielte auch mit und wir erlebten wohl einer der letzten milden Sommerabende bei dieser Fete. Am nächsten Morgen wurde ich sogar von Sonnenschein, der durch die Klappläden lachte, geweckt…doch meine Ruhe sollte bald gestört werden, denn mein Mobiltelefon erhielt einen Anruf von Dominik Leßmeister vom ZDF….



Notting Hill Carnival 2008

Eines der Highlights für Normans zweiten Beusch bei uns war der Notting Hill Carnival. Dieser findet jedes Jahr Ende August in ganz Notting Hill Stadt und somit wurden Norman bei seinem London-Trip gleich zwei Top-Events geboten (neben meiner B-Day-Party 😉 ). Der Carnival startete für uns bereits freitags Abends im Guanabara, einem brasilianischen Laden in Holborn, der zu unseren Favoriten gehört. Dort wird immer gute Live-Musik geboten, an diesem Abend von einer Brasilianischen Trommlergruppe, die auch beim Umzug des Carnivals vertreten waren und uns schon mal gut einstimmten aufs Party-Wochenende.

Am Tag danach machten wir uns also, wie viele Londoner jedes Jahr zur gleichen Zeit, nach Notting Hill auf, um uns die größte Street Parade Europas, anzuschauen und mitzufeiern. Das Wetter spielte zum Glück mit, nicht so freundlich und war wie ein Jahr zuvor, aber immerhin keinen Regen. Mit Dosenbier und obligatorischem Jamaican Jerk Chicken lässt sich das Ganze umso mehr genießen. Wie jedes Jahr traten tolle Tanz- und Musikgruppen auf, die den Zug begleiteten, in den Seitengassen die Houseparties der Anwohner und die Dj’s mit ihren Soundsystems: Reaggae, Dance Hall, 2-Step, Garage und Drum’N’Bass…der musikalische Mix der urbanen Londoner Kultur eben. Die interessantesten Szenen spielen sich natürlich immer auf den Nebenschauplätzen ab: So waren alle Tänzergruppen seltsamerweise mit Schlamm verschmiert, warum auch immer!? Eine Truppe erlaubte sich einen bösen Spaß und brachte einen ganzen Eimer voll mit dem besgaten Schlamm mit. Wie aus heiterem Himmel warf einer Tänzer den gesammten matschigen Inhalt des Eimers in die Menge! Leider kam man auf die Idee die Gruppe von Teenage-Girls, die direkt neben uns stand, mit dem Schlamm zu bespritzen, davor standen auch noch eine Gruppe Italierner in der ersten Reihe, die das ganze aus nächster Nähe erlebten sozusagen…^^ Naja vor allem die pubertierenden Mädels in Ihren weißen(!) Kleidern waren nicht gerade amused. Norman war in dieser Woche schwer als Außenkorrespondent tätig und hat alles festgehalten. 😀 Alles in allem bot der Carnival, wie in jedem Jahr, eine bunte Mischung aus Musik, Tanz und Kulinarischem und wir hatten Fun. Ein absolutes Muss für jeden Londoner!



3 Tage wach, 2 Wochen feiern

Besuch aus Düsseldorf, aus Stuttgart und aus dem Saarland. Warum? Jacques Geburtstag stand vor der Tür, und zwar der 26. Norman, mein ehemaliger Komilitone und guter Freund, bei dem ich reglemäßig Unterkunft im Oberkasseler Zuhause finde, wenn ich in Düsseldorf bin, kam bereits ene gute Woche vor dem Partywochenende in Heathrow an. Da er ja gerade seine Deutschen Semesterfeiren genießt, nahm er unsere Party zum Anlass, schon zum zweiten mal, uns hier in Hackney zu besuchen. Mit meinem Mitbewohner Robert kam er auch direkt gut klar und so stand fast jeden Tag für mich noch ein Afterwork-Programm mit den jungs auf dem Plan. Der gute hatte sich volle 10 Tage Zeit genommen, um mit mir und meinen Freunden in meine Geburtstagswoche hinzufeiern…well done, mate! Und so haben wir gerade 2 fette Partywochen hinter uns, Norman war kaum zu bremsen, wollte alles sehen, alles machen, alles mitnehmen! Recht hat er…

Norman „Kinyreaggae“ beim Feiern im Favela Chic, einem unserer Lieblingsläden




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