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Foxtons: London’s Estate Nervensägen

Mein Landlord Naim will ja übrigens unser Flat verkaufen, weil es ihm langsam wohl auch aufn Sack geht. Außerdem will er sich von den £300.000, die er dafür haben will, ein kleines Häuschen kaufen, dass er dann wiederum komplett vermieten kann, dann bliebe da auch noch ein kleiner Rest für einen Urlaub mit seiner Familie übrig. In London läuft das übrigens so: hier kann man keine Immobilie wirklich kaufen, sondern nur leasen. Und zwar für im Schnitt ca. 120 Jahre. Wenn man das Haus/Flat nach 10 Jahren z.B. wieder ‚verkaufen‘ möchte, stehn dem Nachbesitzer also noch 110 Jahre zur Verfügung. Dies läuft so ab, da praktisch jeder Bezirk und alle Häuser in London den alten Lords und Adeslfamilien gehören, von denen man den Besitz eben leasen muss.

Naim kam leider auf die glorreiche Idee, die Agentur ‚Foxtons‘, eine der größten in ganz UK, zu engagieren, um einen Käufer für unser Flat zu finden. Die Jungs sind schon auf Zack, das muss man sagen. Sie fahren durch ganz London in stylischen Mini-Coopern, mit ihrem speziellen Corporate Design, das sich auch ab und an verändert. Wäre alles halb so schlimm, wenn nicht, seitdem Naim denen die Schlüssel gegeben hat, ständig hier einer von den Foxtons vor der Tür stehen würde. Natürlich nicht alleine, sondern mit Clients, kurz potentiellen Käufern unseres Flats. Seit ich ‚Dave‘ von ‚Foxtons‘ einmal meine Nummer gegeben hab (was definitiv ein Fehler war), rufen sie zwar vorher an und fragen obs uns passt, allerdings rufen die dauernd an.

Jeden 2. Tag klingelt mein Telefon: ‚hi is that Jay? This is Dave from Foxtons!‘ Meistens sagt er dann, wann er denn wieder zum nächsten Viewing vorbeikommen möchte und fragt ob das hinhaut. Natürlich passts mir nie. Wenn er mich nicht erreicht, spricht er auf die Mailbox und kommt halt einfach so vorbei. Neulich lag ich an meinem freien Tag so gegen halb 12 schön schlafend im Bettt (Zimmertür zum Glück abgeschlossen), da macht mich ein Klopfen an die Tür wach: ‚hi, this is Dave from Foxtons’… einmal stand ich grad unter der Dusche, schön am singen und so (Bad zum Glück abgeschlossen), da klopft es plötzlich an die Badezimmertür: ‚hi, this is Dave from Foxtons’… also der Typ kann nerven sag ich euch. Meine Mitbewohnerinnen hat er auch schon zu Tode erschreckt, als er mit na Familie plötzlich in der Küche stand…

Zum Glück hat Naim den Foxtons noch eine Message mit auf den Weg gegeben, bevor er ihnen die Schlüssel hinterlassen hat: ‚hey if there’s anything left in the flat after your visit: better leave the country!‘ (mehr Infos zu den Nervensägen gibts unter: http://www.foxtons.co.uk/)

foxtons.jpg

Stylische Karren haben die auf jeden Fall, aber auch Parken will gelernt sein 😉

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