Am vergangenen Wochenende war es dann endlich so weit. Anerkennung, Ruhm und Ehre wurde uns bei der offiziellen Graduation-Ceremony unserer Universität zu Teil. Die Business school war am Freitag, den 30. November 2007 an der Reihe. Die Feier fand im ‘Barbican’ Center, einem beliebten Veranstaltungsort in Nord-Osten der Stadtmitte statt. (vgl. http://www.barbican.org.uk/). Meine Kommilitonen und ich wurden also nach einem Jahr harter Arbeit endgültig zum Master of Science in International Marketing Management geschlagen. Zumindest waren 2/3 meines Jahrgangs zugegen…der Rest hatte es nicht geschafft (nochmal zu Erinnerung für alle: Ich habe meine Masterarbeit mit 1, die Gesamtnote mit 2 bestanden, alles klar!??? ).
Die Feier ging recht pünktlich gegen 2pm los, zuvor musste man noch anstehe, um beim Fotographen zu posieren und seine Bilder zu ordern. Dann hieß es den ‘gown’, also Umhang und Hut abholen, den man sich vorher via Internet reserviert hatte.
Der Tag repräsentierte einen schönen Abschluß zu dem Kapitel ’studieren’ meines Lebens. Ich sah noch einmal meine Dozenten und die meisten meiner Freunde aus der Uni an einem Ort versammelt. Zuerst wurden die ganzen Undergraduates mit ihren Bachelorn geehert, dann kamen alle Postgraduates, Dokotoranten etc. an die Reihe. Mit JAK hab ich nach der Feier erst einmal auf einen Jack Daniels-Cola bzw Vodka-Cola auf das erreichte Zeil angestoßen…am Abend wurde noch etwas weiter gefeiert. Hier ein paar Impressionen…
stolz mit Peter Taylor, dem Chef unseres Studiengangs, und Ahmed aus Paris.
Heute ma eine Anekdote zu einer meiner meistgehassten Markennamen neben Microsoft…Starbucks! Letzte Woche traf ich mich abends nach der Arbeit mit meinem ehemaligen Prof. Peter Taylor (man erinnere sich: Supervisor meiner Masterarbeit und Chef meiens Studiengangs) an der Victoria Station, da ich nebenbei noch an einem Online-Projekt mit ihm arbeite. Wir hatten also vor uns einen Ort zu suchen, um Kaffe/Tee und Internetnutzung zu kombinieren. In London generell kein Problem. Jedes Café, Restaurant etc besitzt heutzutage einen HotSpot, um kostenlos per W-Lan im Internet zu surfen…gerade auch an den Main Stations oder High Streets. Da sich direkt an der Ecke der Victoria Station ein Starbuckscafé befand, dachte ich, ok, drückst du mal ein Auge zu und gehst mit Peter zwecks Onlinebedarfs schnell zu Starbucks rein.
Und jetzt kommts: die Pisser wollten £5 für eine Stunde W-Lan Nutzung (übrigens von T-Mobile angeboten) von uns haben! Wir hatten bereits bestellt als Peter und ich plötzlich direkt einer Meinung waren, die lautete: ‘leckt uns doch am Arsch, ihr ******. Dann sind wir auf direktem Wege rückwärts wieder aus dem Schuppen raus und haben uns ein Restaurant eines Hotels paar Häuser weiter gesucht…wiedermal ein Beweis dafür, dass man Starbucks einfach nicht unterstützen sollte.
Hier nun ein paar weitere Gründe, Starbucks scheiße zu finden:
- man muss fast 7 Euro für einen Kaffee und einen Muffin zahlen
- man muss aber seinen klebirgen Tisch immer selbst abwischen, weil die blöden Studenten, die dort arbeiten nicht dazu in der Lage sind.
- im Starbucks sitzen nur Pseudointellektuelle und Juppie-Ärsche auf Ledersofas
- Starbucks tut so als ob sie Ahnung von guter Musik hätten, in dem Sie kommerziellen Jazz von Samplern spielen, weil sie denken, sie hätten Ahnung von Musik und Kaffee(haus)kultur.
Neben dem Schreiben meiner Master These bleibt mir zwar nicht sehr viel Zeit für andere Gedanken, aber ich bewerbe mich auch parallel für Jobs zur Zeit. Sowohl in London, als auch in Dtl. als auch in den USA. Glücklicherweise hat sich ja bereits bei der Company, für die ich momentan als Consultant arbeite, eine Jobperspektive aufgetan.
Jetzt wurde ich auch noch von Peter Taylor, meinem Program Director, gefragt ob ich nach dem Studium an 2 brand neuen Online Projekten mitarbeiten, d.h. sie mit ihm zusammen kreieren möchte. Perfekt. Die Woche stehen auch noch 2 Jobinterviews hier in der City of London an….mal sehn wo das noch hinführt. Der finanzielle Haushalt für 2007 ist somit erst einmal abgesichert und ich werde mir wohl nach dem 3. September, wenn ich meine Masterarbeit eingereicht habe, erst einmal eine Woche Urlaub gönnen…
Nach ersten Überlegungen mein Thema für die grad begonnene Master dissertation dem neuen Konzept von McDonald’s, McCafé zu widmen, wurde ich kürzlich total überrascht als mein Program leader Peter Taylor, Master aller Jedis, mir in letzter Minute anbot, meine Arbeit für die Company Connect-World (->ICT-Magazin) zu schreiben, die mit meiner Uni zusammenarbeitet. Da er dieses Projekt betreut und nur 4 gute Studenten, 2 MBA’s und 2 MSc’s, sucht, konnte ich nicht nein sagen und habe mir auch im Nachhinein überlegt, dass es nicht nur die richtige Entscheidung war, weil es meiner Reputation sehr zu Gute kommt, auch das Thema, das sich mit Online marketing beschäftigt ist zeitgemäß wichtiger als je zuvor. Es bietet mir auch die Gelegenheit im Zuge der Recherche (noch) mehr darüber zu lernen.
Nach ersten Startschwierigkeiten, vor allem mit dem Zusammensuchen geeigneter Literatur (zu diesem recht neuen Feld gibt es einfach noch nicht sehr viele gute Quellen und wenn ein Buch von 2002 z.B sehr gut ist, kann man es doch als schon veraltet betrachten, da es z.B. noch kein Wort über blogs, podcasts etc. enthält). Aber nach und nach fielen mir mehr Ideen und Zusammenhänge ein, die langsam aber sicher ein klareres Bild worauf das ganze nun hinauslaufen soll abgeben. Kurz gesagt, ich glaub ich hab langsam den Plan! Juhu!
Vor genau einem Jahr saß ich noch in der Düsseldorfer Uni im Tutorium-Seminar bei Matussek und jetzt bei der Vorbereitung meiner Master-dissertation schon wieder…diesmal in einem Intensivkurs von 2 Wochen, jeden Tag von 14 bis 21 Uhr, alle Studiengänge gemischt, MBA und MSc, mit 6 verschiedenen Dozenten, vor allem Experten im Bereich research methods.
Der Kopf des Teams heißt Christopher Seow, kurz Chris, kommt aus Malaysia und ist die absolute Korriphäe was Forschungsmethoden jeglicher Art angeht…am besten gefällt mir, dass er neben seinem Know-how, ziemlich entspannt unterrichtet.
Nachdem dann heute mittag die Hälfte des Kurses über 40 min zu spät kam war Chris doch leicht irritiert als mein Kommilitone Jak als letzter eintrudelte…
The one and only ‘Straight Flush’ (hier grad nur mal zu 4. in der Ursrpungsformation), from the left to the right : Ayo, Jay, Lennon and JAK (Bill’s missing in the picture, for more info about him check ‘Deutschstunde’)
Wie viele erfolgreiche Teams, setzt sich auch meines aus ganz unterschiedlichen
Individuen mit den verschiedensten Charakteren zusammen, die gemeinsam eine Mannschaft bilden. Ich wurde von meinen Kommilitonen recht schnell zum group leader gewählt (natürlich in Wahrheit, weil keiner von diesen Bastarden genug Mumm hatte selbst Verantwortung zu übernehmen…so wird man übrigens meistens in eine Position gewählt habe ich festgestellt….Grüße nach Bremen!!!).
Mein Team habe ich ‘Straigh Flush’ benannt, denn es besteht aus fünf knallharten Playern… James Antony Kyriakos, kurz JAK aus Athen, Bilal aus Pakistan, Ayo aus Nigeria, Yu Shuo aka Lennon aus Bejing und meiner Wenigkeit. Wir haben durch unsere stetige Zusammenarbeit seit dem ersten Semester nicht nur ein einwandfreies, stressfreies und relaxtes Teamwork zu Stande gebracht, JAK und ich haben auch einen brandneuen Präsentationsstil kreiert und unserem Team beigebracht, den ‘Kansas City Shuffle’. Hierbei handelt es sich um eine Art Rautenfomation bei der 3 Referenten vor dem Publikum, 2 dagegen hinten links und rechts im Rücken des Publikums postiert sind. Die Verteilung der Sprachbeiträge variíert dann recht bunt durch den Raum, allerdings unter strenger abgesprochener Vorgabe. Der Kansas City Shuffle ist nichts für Anfänger im Presentation business und verlangt eine Menge Disziplin sowie mentale Beherrschung und eine gesunde Portion Selbstbewußtsein.
Am heutigen Montag nachmittag haben Straight Flush zusammen ihre letzte gemeinsame Präsentation ihrer Londoner Unikarriere erfolgreich über die Bühne gebracht, mit anschließendem Lob ihres Program leaders und Businessgurus Peter Taylor. Mir ganz persönlich kann ich dabei an den Hut stecken, dass er meine entworfene Powerponit-Präsentation (zum Glück arbeite ich ja eigentlich gar nicht mehr mit Powerpoint seit ich n Mac hab….) in höchsten Tönen lobte und meinte, dass man auf Businessebene visuell nichts porfessionellers mehr abliefern könnte.
Am heutigen Tag der letzten Präsentation war die Stimmung beim Warten auf den Boss recht aufgelockert, man war durchaus zum Scherzen aufgelegt…
Da ich pro Semester (-> 2 Stück) ja nur 2 Modlue belegen muss, habe ich auch dementsprechend nur 4 Seminare, 4 verschiedene Lecturers. (Organisatorisch gesehn ist also alles noch recht überschaubar…) Der beste von allen ist auf jeden Fall Bola! Er kommt ursprünglich aus Allgerien, hat seinen Master ebenfalls in Marketing und ist wie man sich denken kann großer Fan von Gospel und Hip Hop Musik. Er dürfte Anfang/Mitte 30 sein und sagt in jedem dritten Satz “Yo”. Besser gehts nicht! Das gute ist, dass er marketingtechnisch echt was aufm Kasten hat und man von ihm wirklich etwas lernen kann…
Regelmäßig in seinem Kurs wird Bola von irgendwelchen Frauen auf dem Handy angerufen, was ihn mir ebenfalls sympatisch macht. Macht schon einen Unterschied ob man seinen Dozenten mit “Herr Dr. Welbers” oder “Herr Prof. Dr. Matussek” anspricht oder einfach nur ruft: Hey, Bola!