Ich habe gerade Besuch aus Düsseldorf. Mein guter Kumpel und ehemaliger Kommilitone Norman aus Oberkassel hängt seit Dienstag hier bisschen mit uns ab und wir genießen zusammen das verhältnismäßig gute Wetter. Wir beide als große Jazzfans haben uns gestern Abend, inspiriert von ihren alten Platten und dem Film ‘Good Night and Good Luck’, einen tollen Abend zusammen mit Dianne Reeves gegönnt. Die Performance fand in the Barbican statt, einer tollen Venue im Herzen der Stadt, die ich schon seit meiner Abschlußfeier der Uni kannte. Sie spielte zusammen mit ihrem hervorrgenden Quartett ca. 1 1/2 h großartigen Jazz, alte Sachen sowie Stücke der neuen Platte etc.
Dies ist ‘One for my Baby’, vom Soundtrack zu George Clooney’s Film. Enjoy!
Am vergangenen Wochenende war es dann endlich so weit. Anerkennung, Ruhm und Ehre wurde uns bei der offiziellen Graduation-Ceremony unserer Universität zu Teil. Die Business school war am Freitag, den 30. November 2007 an der Reihe. Die Feier fand im ‘Barbican’ Center, einem beliebten Veranstaltungsort in Nord-Osten der Stadtmitte statt. (vgl. http://www.barbican.org.uk/). Meine Kommilitonen und ich wurden also nach einem Jahr harter Arbeit endgültig zum Master of Science in International Marketing Management geschlagen. Zumindest waren 2/3 meines Jahrgangs zugegen…der Rest hatte es nicht geschafft (nochmal zu Erinnerung für alle: Ich habe meine Masterarbeit mit 1, die Gesamtnote mit 2 bestanden, alles klar!??? ).
Die Feier ging recht pünktlich gegen 2pm los, zuvor musste man noch anstehe, um beim Fotographen zu posieren und seine Bilder zu ordern. Dann hieß es den ‘gown’, also Umhang und Hut abholen, den man sich vorher via Internet reserviert hatte.
Der Tag repräsentierte einen schönen Abschluß zu dem Kapitel ’studieren’ meines Lebens. Ich sah noch einmal meine Dozenten und die meisten meiner Freunde aus der Uni an einem Ort versammelt. Zuerst wurden die ganzen Undergraduates mit ihren Bachelorn geehert, dann kamen alle Postgraduates, Dokotoranten etc. an die Reihe. Mit JAK hab ich nach der Feier erst einmal auf einen Jack Daniels-Cola bzw Vodka-Cola auf das erreichte Zeil angestoßen…am Abend wurde noch etwas weiter gefeiert. Hier ein paar Impressionen…
stolz mit Peter Taylor, dem Chef unseres Studiengangs, und Ahmed aus Paris.
Jak und ich haben uns gestern als Belohnung für die wochenlange Arbeit an der These einen Abend live music mit Manhattan’s finest trio gegönnt! Awesome! Da gerade in London die Tube bis heute am streiken war, wären wir beinahe noch zu spät gekommen…
Nach 10 Wochen schweißtreibender Arbeit habe ich heute zusammen mit meinen Kommilitonen endlich meine Dissertation in der Business School meiner Uni eingereicht. Jak und ich haben uns ganz gechillt um 10 Uhr heut morgen getroffen und zusammen in der Library das ganze 2 mal ausgedruckt und dann binden lassen, wie es sich gehört…ich hatte dabei leider ein kleines Dokumentenwirrwar auf meinem ibook und war recht froh, dass die Brasilianerin deren Name ich schon vor langer Zeit vergessen habe zufällig auch dabei war das gleiche zu tun. Denn sie hatte mega viel Kohle auf ihrer Kopierkarte, die ich dann leerkopieren durfte…sehr nett. Ich hab ihr dafür das Binden ausgegeben…interkulturelle Kommunikation
Ein gutes Gefühl ist es auch, mit der eigenen Abschlußarbeit noch jmd geholfen zu haben, in meinem Falle Connect-World, deren alte Website ein Chaos darstellte (immer noch auf www.connect-world.com zu bewundern, bald wird aber auch diese Domain zur neuen Website führen). Was wir daraus gemacht haben kann man sich unter www.connect-world.co.uk ansehen. Alle Änderungen basieren auf Ergebnissen meiner Forschungen und sind nicht willkürlich entschieden worden.
Jak war diesmal mega vorbereitet und hat alles schon vor mir eingreicht und binden lassen. Ich war durchaus überrascht. Jedenfalls, werde ich mir jetzt nach 4 Jahren Studium erst einmal eine etwas längere Auszeit gönnen. Es könnte gut sein, dass ich meine Jobsuche 4 Wochen lang auf Eis lege und mich mit Reiles Rucksack um die Welt bewegen werde….man wird sehn. Fest steht jedenfalls: degree finished! Master of Science (in International Marketing Management). Die offizielle Graduation mit Hüte werfen und so folgt dann im November.
Vor genau einem Jahr saß ich noch in der Düsseldorfer Uni im Tutorium-Seminar bei Matussek und jetzt bei der Vorbereitung meiner Master-dissertation schon wieder…diesmal in einem Intensivkurs von 2 Wochen, jeden Tag von 14 bis 21 Uhr, alle Studiengänge gemischt, MBA und MSc, mit 6 verschiedenen Dozenten, vor allem Experten im Bereich research methods.
Der Kopf des Teams heißt Christopher Seow, kurz Chris, kommt aus Malaysia und ist die absolute Korriphäe was Forschungsmethoden jeglicher Art angeht…am besten gefällt mir, dass er neben seinem Know-how, ziemlich entspannt unterrichtet.
Nachdem dann heute mittag die Hälfte des Kurses über 40 min zu spät kam war Chris doch leicht irritiert als mein Kommilitone Jak als letzter eintrudelte…
Und ich bin stolz auf mich, dass ich mein Studium hier in England ganz alleine, ohne Zuhilfenahme von leistungssteigernden Mitteln so wie Zabel und Ulrich, geschafft hab!
The one and only ‘Straight Flush’ (hier grad nur mal zu 4. in der Ursrpungsformation), from the left to the right : Ayo, Jay, Lennon and JAK (Bill’s missing in the picture, for more info about him check ‘Deutschstunde’)
Wie viele erfolgreiche Teams, setzt sich auch meines aus ganz unterschiedlichen
Individuen mit den verschiedensten Charakteren zusammen, die gemeinsam eine Mannschaft bilden. Ich wurde von meinen Kommilitonen recht schnell zum group leader gewählt (natürlich in Wahrheit, weil keiner von diesen Bastarden genug Mumm hatte selbst Verantwortung zu übernehmen…so wird man übrigens meistens in eine Position gewählt habe ich festgestellt….Grüße nach Bremen!!!).
Mein Team habe ich ‘Straigh Flush’ benannt, denn es besteht aus fünf knallharten Playern… James Antony Kyriakos, kurz JAK aus Athen, Bilal aus Pakistan, Ayo aus Nigeria, Yu Shuo aka Lennon aus Bejing und meiner Wenigkeit. Wir haben durch unsere stetige Zusammenarbeit seit dem ersten Semester nicht nur ein einwandfreies, stressfreies und relaxtes Teamwork zu Stande gebracht, JAK und ich haben auch einen brandneuen Präsentationsstil kreiert und unserem Team beigebracht, den ‘Kansas City Shuffle’. Hierbei handelt es sich um eine Art Rautenfomation bei der 3 Referenten vor dem Publikum, 2 dagegen hinten links und rechts im Rücken des Publikums postiert sind. Die Verteilung der Sprachbeiträge variíert dann recht bunt durch den Raum, allerdings unter strenger abgesprochener Vorgabe. Der Kansas City Shuffle ist nichts für Anfänger im Presentation business und verlangt eine Menge Disziplin sowie mentale Beherrschung und eine gesunde Portion Selbstbewußtsein.
Am heutigen Montag nachmittag haben Straight Flush zusammen ihre letzte gemeinsame Präsentation ihrer Londoner Unikarriere erfolgreich über die Bühne gebracht, mit anschließendem Lob ihres Program leaders und Businessgurus Peter Taylor. Mir ganz persönlich kann ich dabei an den Hut stecken, dass er meine entworfene Powerponit-Präsentation (zum Glück arbeite ich ja eigentlich gar nicht mehr mit Powerpoint seit ich n Mac hab….) in höchsten Tönen lobte und meinte, dass man auf Businessebene visuell nichts porfessionellers mehr abliefern könnte.
Am heutigen Tag der letzten Präsentation war die Stimmung beim Warten auf den Boss recht aufgelockert, man war durchaus zum Scherzen aufgelegt…
Wir ihr wisst hab ich hier in England auch einen kulturellen Auftrag zu erfüllen, nämlich die deutsche Fahne hochzuhalten, sprich die Sprache sowie die Kultur zu vermitteln (soweit dies möglich ist…)
Mein Kommilitone Jack ist halb Grieche, halb Ire, er ist in Athen aufgewachsen und dort auf ein amerikanisches College gegangen, aber in Saudi-Arabien geboren…brisante Mischung…
Auf jeden Fall ist dies hier der Versuch ihm einen Song meiner Düsseldorfer Lieblingsband (neben Kraftwerk) beizubringen…here we go: